Schromm lobt Leistung gegen Bayreuth

Die Hachinger Kapitäne fehlen und keiner merkt’s

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Stephan Hain (r.) bejubelte seine Saisontore 15 und 16.

SpVgg Unterhaching - Die SpVgg Unterhaching geht unbeirrt ihren Weg zur Wintermeisterschaft an und gewann leicht ersatzgeschwächt souverän bei der SpVgg Bayreuth mit 4:0 (2:0).

Auch mit einer etwas umgestellten Mannschaft hat sich die SpVgg in Bayreuth keine Blöße gezeigt. Die verletzungsbedingten Ausfälle der drei Kapitäne Josef Welzmüller (OP nach Leistenbruch), Ulrich Taffertshofer (Oberschenkelverletzung) und Alexander Winkler (Gelbsperre) steckten die Hachinger gut weg. Youngster wie Tim Schels, Christoph Greger oder Orestis Kiomourtzoglou sprangen erfolgreich in die Bresche. „Wir spielen im Moment ohne drei Kapitäne. Und man es fast gar nicht, dass sie fehlen“, lobte Schromm die Leistung seines Teams ohne die Routiniers.

Im Stadion in Weismain kam die Schromm-Elf vor rund 427 Zuschauern gleich nach wenigen Sekunden zur ersten guten Torchance. Nach einer Hereingabe von Sascha Bigalke verpasste Stephan Hain nur knapp (1.). Nach der ersten Chance der Hausherren durch Kristian Böhnlein (3.) waren fast nur noch die Hachinger an der Reihe. Doch Dominik Stahl per wuchtigem Schuss (18.) und Kiomourtzoglou (23.) nach einer Vorarbeit von Max Dombrowka verpassten zunächst.

Nachdem Kiomourtzoglou einmal auf der eigenen Torlinie retten musste (28.), war es dann soweit mit dem ersten Hachinger Treffer. Nach einer Vorlage von Jim-Patrick Müller vollstreckte Stephan Hain zum 1:0 (38.). Eine Minute vor der Halbzeit legte der Top-Torjäger der Liga per Kopfball zum 2:0 mit seinem 16. Saisontreffer nach.

Nachdem sich die Gastgeber noch in der Nachspielzeit der ersten Hälfte mit einer roten Karte für Tobias Weber nach einem groben Foulspiel an Müller dezimiert hatten, war die Gegenwehr der Oberfranken dann in Unterzahl im zweiten Durchgang gebrochen. Nach einer Hain-Chance (56.) bediente kurz darauf Thomas Steinherr per Hereingabe im Strafraum Müller, der aus kurzer Distanz zum 3:0 einschob (65.). Sechs Minuten später versenkte der diesmal als Kapitän auflaufende Maximilian Nicu einen Freistoß aus rund 20 Metern zum 4:0 (71.).

„Es war ein richtig ordentliches Spiel mit einem schweren Start“, zog Schromm Bilanz. Die Winter-Meisterschaft ist nach dem Sieg in Bayreuth fast nur noch Formsache. Bereits im letzten Hinrunden-Heimspiel am kommenden Samstag (14 Uhr) gegen den bereits 14 Punkte entfernten Verfolger vom TSV 1860 München II kann der ungeschlagene Spitzenreiter Platz eins bis zum Jahresende vorzeitig absichern.

Von Leistungsabfällen oder mangelnder Motivation angesichts der großen Dominanz der Rot-Blauen ist im Moment keine Spur. Laut Schromm auch deshalb, weil sich die Mannschaft jede Woche aufs Neue motiviert und nicht locker lässt. „Respekt haben wir jede Woche. Das zeichnet uns glaube ich aus, dass wir jedes Spiel hochkonzentriert angehen. Das beherzigen die Jungs sehr gut“, sagt Schromm.

Auch verletzungsbedingte Ausfälle von Stammspielern steckt die SpVgg wie jüngst in Hof ohne großen Leistungsabfall weg. „Gegen Bayreuth waren einige Stammspieler nicht dabei und wir konnten das gut kompensieren. Das unterstreicht die Qualität unseres breiten Kaders.“

Alles deutet auf eine vorzeitige Meisterschaft der überragenden Unterhachinger Mannschaft hin. Schromm, der sich für seine Mannschaft eine ungeschlagene Hinrunde als Ziel gesetzt hat, sagt im Hinblick auf das neue Jahr: „Ich hoffe, dass wir weiter so auftreten werden. Es wäre natürlich schön, wenn wir vielleicht schon im April den Titel festigen könnten“, sagt Schromm.

Text: Robert M. Frank

 

Quelle: fussball-vorort.de

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