Hachinger Nachlässigkeit wird bestraft

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Gut abgeschirmt wird hier der Hachinger Florian Niederlechner (l.), dem beim 1:1 gegen den VfL Osnabrück.

SpVgg Unterhaching - Die SpVgg Unterhaching muss in der 3. Liga den Kontakt zu den Spitzenplätzen etwas abreißen lassen. Beim 1:1-Unentschieden gegen den VfL Osnabrück vergab die SpVgg die Chance zu einem Sieg mehrfach.

Von Robert M. Frank

Unterhaching – Die SpVgg Unterhaching ist vorläufig im Mittelfeld der dritten Liga angekommen. Gegen den VfL Osnabrück mussten sich die Rot-Blauen mit einem 1:1 (1:0) zufrieden geben, obwohl die Möglichkeiten zu einem Sieg zuhauf vorhanden waren. „Die Spieler waren sehr enttäuscht“, sagte Trainer Heiko Herrlich. Denn in der Partie vor 2000 Zuschauern im Unterhachinger Sportpark gegen den Zweitliga-Absteiger war wesentlich mehr drin gewesen als nur eine Punkteteilung.

Fingerzeige von Haching-Trainer Heiko Herrlich, der „ein sehr starkes und konzentriertes Spiel meiner Mannschaft gesehen“ hat – allerdings mit Schwächen im Abschluss.

Nach einer Abtastphase zu Beginn sowie zwei guten Gäste-Chancen zur Führung (16./28.) kam die Hachinger Offensive nach einer halben Stunde so langsam ins Rollen. Während Mijo Tunjic in der 19. Minute noch an Osnabrücks Torwart Manuel Riemann gescheitert war, machte es in der 33. Minute Michael Stegmayer besser. Der Linksverteidiger nutzte eine Schläfrigkeit in der Defensive des VfL und ließ bei seinem Flachschuss zum 1:0 Riemann nicht gut aussehen. Das Tor war wie ein Weckruf für beide Seiten. Bis zur Pause entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. Innerhalb fünf Minuten verpasste Tunjic aus 25 Metern knapp (34.) und verfehlte das gegnerische Gehäuse wenige Minuten später erneut haarscharf (36.). Roland Sternisko (37.) scheiterte an Riemann und Yannic Thiel schoss drüber (44.). Auch die Niedersachsen verbuchten auf ihrer Seite dreimal gute Chancen auf den Ausgleich (39./40./43.).

Nach dem Seitenwechsel war dann nur noch Haching an der Reihe und drängte massiv auf das 2:0. „Wir haben uns in der zweiten Halbzeit so viele Chancen herausgespielt“, sagte Herrlich. „Da müssen wir den Sack zumachen“, so der Trainer. Doch das muntere Versagen vor dem gegnerischen Tor hielt bei den Hachingern an. Florian Niederlechner und Sascha Bigalke verfehlten kurz hintereinander das Tor (50.). Wenig später jubelte das Publikum schon bei einem Schuss von Tunjic, doch der Ball landete nur am Außennetz (55.). Auch der nächste Versuch des Hachinger Top-Torjägers landete nicht im Tor (58.). So kam es nach einem von Riemann gehaltenen Schuss von Marcel Avdic (65.) sowie einem Pfostentreffer von Niederlechner (75.) so, wie es im Fußball oft kommt. „Wenn man die Chancen nicht reinmacht, dann wird man bestraft“, so Torschütze Stegmayer.

Als Jan Tauer auf einmal alleine vor Haching-Torwart Stefan Riederer auftauchte, stand es urplötzlich 1:1. Der Ball war nach Tauers Schuss vom Pfosten an die Hacken des am Boden liegenden Riederers gesprungen und von dort unglücklich ins Tor geprallt. „Der Ausgleich kam wie aus dem Nichts“, sagte Stegmayer. Die Hachinger rannten danach zwar noch einmal mal an, konnten aber bei Einschussmöglichkeiten von Patrick Ziegler (84.) sowie Niederlechner (90.) nicht mehr den Siegtreffer erzielen. „Ich habe ein sehr starkes und konzentriertes Spiel meiner Mannschaft gesehen“, kommentierte Herrlich die Partie. Bis auf den Torabschluss traf die Aussage des Trainers zu.

SPVGG UNTERHACHING – VFL OSNABRÜCK 1:1

Unterhaching: Riederer - Schwabl, Ziegler, Vitzthum, Stegmayer - Sternisko, Yannic Thiel - Avdic (85. Vollmann), Bigalke - Niederlechner, Tunjic

Osnabrück: Riemann - Neppe, Beermann, Hudec (57. Kotuljac), Salger - Fischer, Costa, Hansen, Glockner (65. Tauer), Gardawski (65. Latkowski) - Wegkamp

Schiedsrichter: Jan Seidel (Henningsdorf)

Tore: 1:0 Stegmayer (33.), 1:1 Tauer (76.)

Zuschauer: 2000 Gelbe Karten: - Hudec, Fischer, Tauer

Quelle: fussball-vorort.de

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