Videos: Ein Hauch von Bundesliga im Sportpark

Sprunggewaltig: Kevin Friesenbichler klärt in der Bayern-Abwehr. Daniel van Buyten wäre auch noch zur Stelle gewesen.

Unterhaching - Beim Testspiel der SpVgg Unterhaching gegen den FC Bayern wehte ein Hauch von den alten Bundesliga-Zeiten im Sportpark. Während auf den Rängen viel los war, herrschte auf dem Rasen phasenweise wenig Betrieb. Der FC Bayern siegte durch ein spätes Tor von David Alaba 1:0 (0:0)

Von Robert M. Frank

Engagierter Auftritt: Bayern-Neuzugang Xherdan Shaqiri war einer der wenigen Aktivposten des FC Bayern.

Unterhaching – Es war alles bestens angerichtet für das große Spiel der SpVgg Unterhaching gegen den großen FC Bayern. Bereits 90 Minuten vor dem großen Spiel der Rot-Blauen, die die SpVgg gegen den deutschen Rekordmeister vor 7 500 Zuschauern im Unterhachinger Sportpark mit 0:1 (0:0) verlor, lagen die Markierungshütchen sowie die Bälle für das Aufwärmen der Mannschaft auf dem Rasen des Sportparks bereit. Das Flutlicht war vor dem immer schwärzer werdenden Wolkenhimmel bereits eingeschaltet. 450 Bratwüste und rund 500 Leberkäs-Stücke warteten beim Imbiss-Stand vor der Haupttribüne auf ihren Verzehr. Die Zuschauer und die sich auf dem Rasen warm machenden Hachingern warteten vor allem auf eines: auf den deutschen Rekordmeisters. Dieser ließ sich beim Eintreffen zur ursprünglich um 19.30 Uhr angesetzten Partie besonders viel Zeit. Um 19.06 Uhr rollte der Mannschaftsbus der Bayern ins Stadion ein. Leicht angeschwitzt und in Turnschuhen marschierten David Alaba, Xherdan Shaqiri, Luiz Gustavo und weitere Bayern-Stars, geschützt von zahlreichen vom Bundesligisten eigens in Unterhaching abgestellten Security-Leuten mit roten Bayern-Kappen in Richtung Umkleidekabinen.

Auch wenn die deutschen EM-Fahrer beim ersten Testspiel des Bundesligisten fehlten, war das Freundschaftsspiel vor eigenem Publikum für die SpVgg ein Geschenk, dass sich die Bayern beim Drittligisten die Ehre gaben. „Danke FC Bayern für die gute Nachbarschaft und dafür, dass sie uns die Einnahmen aus diesem Spiel überlassen“, sagte der vor der Partie auf dem Rasen mit einem Blumenstrauß verabschiedete Ex-Präsident Engelbert Kupka über das Stadionmikrofon. Während die grauen Wolken im Verlaufe der ersten Halbzeit so langsam verzogen und zeitweise erste Sonnenstrahlen wieder bis auf das Spielfeld durchdrangen, wurde die Stimmung der Zuschauer hingegen nur wenig erhellt.

Zu sehr plätscherte das Vorbereitungsspiel auf die kommende Saison vor sich hin. Die Bayern wirkten mit den vielen Nachwuchsleuten auf dem Platz nicht eingespielt. Haching konnte gegen den Favoriten nur phasenweise Akzente in der Offensive setzen. Bis auf wenige Aktionen in den beiden Strafräumen boten sich den Zuschauern wenige Höhepunkte.

Alte Bekannte: Hachings neuer Präsident Manni Schwabl (l.) und Bayern-Trainer Jupp Heynckes.

Für einen sollte in der Halbzeitpause Markus Oberleitner sorgen. Der ehemalige Hachinger, der am 20. Mai 2000 die Bayern mit seinem Tor zum 2:0 gegen Bayer Leverkusen am letzten Spieltag zum Meister machte, rührte nach einem kurzen Rückblick auf seinen historischen Treffer für die aktuelle Hachinger Mannschaft mächtig die Werbetrommel. „Ich finde, Unterhaching hätte mehr Zuschauer verdient, als in den letzten Drittligaspielen. Wir haben eine junge und hungrige Mannschaft.“

Für den ersten kleinen Aufreger zu Beginn der zweiten Hälfte sorgten dann zunächst die Bayern-Fans, die im prall gefüllten Auswärtsblock einen Feuerwerkskörper zündeten. Nachdem der Brandherd erloschen war, sorgte die Hachinger Tribüne weiterhin für Stimmung und unterstützte die aufopfernd kämpfende Mannschaft lauthals. Nicht ganz so zahlreich und lautstark wie zu Bundesliga-Zeiten. Aber ähnlich.

Schade für die junge Hachinger Mannschaft, dass David Alaba in der 82. Minute doch noch für den standesgemäßen Sieg des FC Bayern sorgte. Einen ausführlichen sportlichen Bericht lesen Sie im überregionalen Sportteil dieser Ausgabe. " Seite 23

Quelle: fussball-vorort.de

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