Der Angriff nimmt Tempo auf

Bläser-Neumeyer: Das gefährlichste Sturmduo der Liga

„Zwei Stürmer mit je zehn Toren, das spricht für sich“, findet Andreas Neu meyer (r.).

SV Heimstetten - So richtig konnte Andreas Neumeyer sich nicht freuen. Dabei hatte er mit zwei Toren gegen den FC Bayern II gerade einen achtbaren Arbeitstag hinter sich gebracht.  

Und wesentlich dazu beigetragen, die aktuelle Regionalliga-Erfolgsgeschichte des SV Heimstetten um ein Kapitel fortzuschreiben. Weil der Ausgleich der Bayern zum 2:2 aber erst in der 86. Minute fiel und den Heimstettnern der ganz große Coup damit vier Minuten vor dem Abpfiff entglitt, war der Stürmer nicht zufrieden: „Die Tore tun natürlich gut, aber prinzipiell herrscht in der Mannschaft gedrückte Stimmung. Es ist schade, weil wir eigentlich in der Defensive sehr gut gestanden sind.“

Bayern gegen Heimstetten: Das Video vom Spiel

„Die Mannschaft“ steht bei allen Heimstettnern in der laufenden Saison hoch im Kurs. Deshalb lobte auch Sturmkollege Marco Bläser nach dem Abpfiff lieber den Teamgeist in höchsten Tönen. Jeder laufe für jeden, das sei der Schlüssel zum Erfolg. Dabei hätte das 2:2 gegen Bayern durchaus auch die Gelegenheit geboten, mal einen Blick auf die eigene Leistung zu werfen. 34 Punkte nach 21 Spielen, noch gegen keine Reservemannschaft eines Profiteams unterlegen, als einzige Mannschaft der Liga erst drei Niederlagen. Der Tabellensiebte, vor der Saison als Abstiegskandidat gehandelt, überraschte derzeit nicht nur die Statistiker.

Als Basis des Heimstettner Erfolgs gilt gemeinhin die kompakte Defensive, die erst 24 Gegentreffer zuließ und damit die drittbeste Verteidigung der Liga ist. Ohne Tore hilft aber auch die stärkste Defensive nichts. Eine defensive Ausrichtung kann sich der SVH nur erlauben, wenn er vorne Stürmer hat, die in der Lage sind, aus wenige Chancen Tore zu machen. Mit Neumeyer und Bläser hat der SVH zwei davon in der Sommerpause nach Heimstetten gelotst. Rückkehrer Neumeyer und Neuzugang Bläser brachten es bisher jeweils auf zehn Saisontreffer - ohne Elfmeter. Das macht sie zu einem der gefährlichsten Sturmduos der Liga, auch wenn die Heimstettner mit insgesamt 31 Treffern nicht unbedingt als Tor-Fabrik gelten.

Video: Fragwürdige Schiedrichterentscheidungen bei Bayern-Spiel

„Ich denke, zwei Stürmer mit je zehn Toren, das spricht für sich. Wir harmonieren sehr gut, weil wir auch zwei ganz verschiedene Spielertypen sind. Marco ist eher der Beißer, der häufiger mal zwei, drei Schritte mehr macht und die Bälle holt und ich bin Strafraumstürmer“, sagt Neumeyer.

Aber nicht nur in der horizontalen Raumaufteilung ergänzen sich Neumeyer und sein hochgewachsener Sturmkollege prächtig, sondern auch in der vertikalen. „Andi ist mit dem Fuß sehr spielstark und Marco gefährlich bei den zweiten Bällen in der Luft. Sie haben eine gewisse Anlaufphase gebraucht, aber jetzt ergänzen sie sich sehr gut“, lobt Heimstettens Trainer Rainer Elfinger .

Vor allem, dass Bläser, der in der Vorsaison noch in der Bezirksliga gespielt hat, sich so schnell an das Tempo der Regionalliga angepasst hat, freut den Coach. Ausruhen sollten sich die Heimstettner darauf aber nicht. Denn längst dürfte sich in der Liga herumgesprochen haben, dass die Heimstettner nicht nur defensiv gut aufgestellt sind.

Fabian Herrmann

Quelle: fussball-vorort.de

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