Freundschaftliche Rivalität

SVH empfängt Buchbach: "Da ist Derby-Charakter garantiert"

Michael Matejka zeigt große Vorfreude auf das Derby

SV Heimstetten - Dass es „immer hitzige Duelle gewesen sind, die von der Rivalität geprägt waren“, steht außer Zweifel. Sagen Michael Matejka, Manager des SV Heimstetten, und Anton Bobenstetter, Trainer des TSV Buchbach, vor dem Derby am Freitag (19 Uhr) fast unisono.

Dass es „immer hitzige Duelle gewesen sind, die von der Rivalität geprägt waren“, steht außer Zweifel. Sagen Michael Matejka, Manager des SV Heimstetten, und Anton Bobenstetter, Trainer des TSV Buchbach, vor dem Derby am Freitag (19 Uhr) fast unisono. Davon, dass die beiden Regionalligisten deshalb verfeindet wären, sei man jedoch weit entfernt.

Dabei hatte der Hinrunden-Vergleich im Vorjahr (1:1 in Buchbach) hohe Wellen geschlagen. Von Heimstettener Seite war zu hören gewesen, „was die hier abziehen, hat mit Fußball nichts mehr zu tun“, Buchbachs Abteilungsleiter Günther Grübl sah sich gezwungen, in einer Art Gegendarstellung die Berichterstattung in Teilen der Medien anzuprangern.

Die Wogen allerdings hätten sich geglättet, betonen heute Matejka und Bobenstetter. Der 51-jährige Coach spricht gar von einem „freundschaftlichen Verhältnis zu beiden Matejkas“, also auch zu Präsident Ewald. Man schätze sich, so Bobenstetter, er sei „ein gern gesehener Gast in Heimstetten, wohl auch, weil wir in den letzten Jahren die Punkte immer abgegeben haben“.

Auch Matejka junior stellt die Gemeinsamkeiten in den Vordergrund. Beide Vereine kämen aus kleinen Ortschaften, seien „in den letzten Jahren steil nach oben geschossen“, zudem ähnle man sich „in der Mentalität, beide bevorzugen eher den kämpferischen Fußball“. Bobenstetter fügt an, dass beide, unabhängig vom Ausgang des direkten Duells, eine „sensationelle Hinrunde gespielt“ hätten und bereits jetzt eine „gigantische Punktzahl“ aufwiesen.

Der Buchbacher Erfolgstrainer freut sich auch, weil das „unsere kürzeste Anfahrt zu einem Auswärtsspiel ist, da ist Derby-Charakter garantiert“. Diese Auffassung wird auch im Kirchheimer Ortsteil vertreten, Buchbach bringe „viele Fans mit, da ist immer was los“, so Matejka. Die teils aufgeladene Atmosphäre rühre auch daher, dass einige Akteure, wie etwa Buchbachs Patrick Irmler und Heimstettens Quirin Löppert, eine enge Freundschaft pflegen.

Zudem räumt der junge Matejka schmunzelnd ein, dass „beide Präsidenten Schiedsrichter-Jäger sind“, sowohl sein Vater als auch Buchbachs Anton Maier. Nachteilig aber wirke sich diese emotionale Paarung stets auf seine Gesundheit aus, „in diesen Spielen rauche ich immer fast eine ganze Schachtel, so nervös bin ich“.

Dieser Artikel erschien auf der Amateurfußballseite des Münchner Merkur. Die Amateurfußballseite erscheint jeden Mittwoch. Autoren sind Reinhard Hübner und Matthias Horner, erreichbar unter komsport@t-online.de

Quelle: fussball-vorort.de

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