SV Heimstetten ist gerettet!

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Torjäger: Dominik Schmitt (l.) markiert seinen 14. Saisontreffer und feiert ihn mit Steven Toy

SV Heimstetten - 3:1 gewinnt der SV Heimstetten gegen den 1. FC Eintracht Bamberg, und zwar hoch verdient. Die Mannschaft jubelt verhalten, steht ihr noch die Abstiegsrelegation bevor?

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Manager Michael Matejka tippt nervös auf seinem Handy herum, er sucht im Internet die Ergebnisse aus den anderen Stadien. Dann schreit er es hinaus: „Jaaa!“ Bayreuth spielt nur Unentschieden gegen Großbardorf. Erst jetzt brechen alle Dämme.brechen alle Dämme.

von Matthias Vogel

Slalomläufer: Ibrahim Aydemir legt das entscheidende Tor für seinen Kapitän auf.

Heimstetten – Trainer Claus Schromm und Matejka kassieren die übliche Bierdusche, und Sascha Steinacher gibt auf dem Boden kniend den Zeremonienmeister: „Gebt mir ein H“. Die um ihn herum knienden Mitspieler und Funktionäre geben es ihm. „H“ wie Heimstetten. Der Club spielt auch dank seiner drei Neuverpflichtungen Orhan Akkurt, Quirin Löppert und Steinacher auch in der kommenden Saison im bayerischen Oberhaus. Die Ernte nach der Winterpause ist beeindruckend: 27 Punkte.

„Gebt mir ein U“, schreit Steinacher. „U“ wie unglaubliche Saison. Trainer Claus Schromm sagt: „Herbstmeister Großbardorf spielt fast bis zum Schluss gegen den Abstieg. Daran sieht man, wie ausgeglichen diese Liga war.“ Unglaublich auch, dass es der SVH nach der verkorksten Hinrunde doch noch geschafft hat.

Fallstudie: Sascha Steinacher und der SVH sind obenauf

„Gebt mir ein M“. „M“ wie Manuel Leicht. Der frühere Heimstettener Kicker schießt beim 2:2-Unentschieden gegen Bayreuth beide Treffer für Großbardorf und leistet seinem Ex-Verein damit gewaltige Schützenhilfe – kein Bereinigungsspiel, keine Relegation. Später im Sportheim ist Schromm so frei, sich bei ihm telefonisch dafür zu bedanken. Steinacher brüllt: „Gebt mir ein B“. „B“ wie Bamberg. Die stark ersatzgeschwächten Franken wollen sich keine Wettbewerbsverzerrung vorwerfen lassen und geben alles, um dem SVH in die Suppe zu spucken. Alexander Deptalla vergibt eine dicke Chance (10.), Peter Heyer markiert sogar die Führung für die Gäste (12.). Danach spielt aber nur noch Heimstetten und am Ende ist Bamberg mit drei Gegentreffern noch bestens bedient.

Das Wort ist noch nicht fertig: „Gebt mir ein A“. „A“ wie Anführer. Nicht zum ersten Mal in dieser Saison erweist sich Kapitän Dominik Schmitt als echter Leader. Das Eigentor eines Bamberger Abwehrrecken erzwingt er mit einer für Orhan Akkurt gedachten Freistoß-Flanke. Heimstettens Stürmer ist nur mit den Haaren dran, den Rest erledigt sein irritierter Bewacher (45.). Kurz darauf schiebt Schmitt zur Führung ein, Ibo Aydemir liefert die perfekte Vorlage (45.+1).

Von dem Doppelschlag erholt sich die Eintracht nicht mehr, in der 87. Minute macht Schmitt den Deckel drauf, Akkurt hatte sich den Ball zurückgekämpft und im Bamberger Strafraum seinen „Capo“ bedient. Es ist Schmitts 14. Saisontreffer, damit ist er Torschützenkönig des SVH. Steinacher ist fertig. Die Mannschaft springt auf, und übt singend den Sportler-Pogo auf dem Rasen. „Humba Humba Humba Täteräää!“, hallt es durch den Sportpark.

SV Heimstetten – 1. FC Eintracht Bamberg 3:1 (2:1).

SVH: Lehner, Toy, Löppert, Mayer, Wich (46. Ernesto), C. Schmitt, D. Schmitt, Moll (80. Malenoff), Steinacher, Aydemir (71. Ünver), Akkurt.

Tore: 0:1 Heyer (12.), 1:1 ET (45.), 2:1 D. Schmitt (45.+1), 3:1 Schmitt (87.).

Schiedsrichter: Cortus (Burgfambach). Zuschauer: 600.

Quelle: fussball-vorort.de

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