Heimstetten fährt Last-Minute-Sieg ein

Heimstetten fährt Last-Minute-Sieg ein

Andreas Neumeyer erzielte vier Minuten vor Abpfiff den zwischenzeitlichen Ausgleich.

SV Heimstetten - Heimstetten siegt in den letzten Minuten durch Tore von Andreas Neumeyer und Rafael Mayer.

Das sind nicht unbedingt die Siege, mit denen Sympathiepunkte gesammelt werden: Früh in Führung, danach den Gegner machen lassen, ihm dabei mit einigen kleineren und gröberen Fouls das Leben schwer machen und dann, wenn er es nach 77 Minuten dennoch geschafft hat, das Spiel mühevoll zu drehen, noch einmal kurz das Tempo erhöhen und mit zwei Treffern in den letzten vier Minuten drei Punkte einfahren.

Es sind aber auch Siege wie dieses 3:2 des SV Heimstetten am Freitag gegen den TSV Buchbach, die zeigen, dass sich die Heimstettner stark entwickelt haben: Vom unerfahrenen Liga-Neuling zu einer Mannschaft, die in der Lage ist, einem Spiel ihren Stempel aufzudrücken, in 90 Minuten mehrfach Tempo und Taktik anzupassen und notfalls ein Spiel auch noch vier Minuten vor dem Abpfiff zu drehen.

Auch wenn den Heimstettnern dabei ein wenig Glück zur Hilfe kam – und der Umstand, dass die Buchbacher Hintermannschaft den langen Verteidiger Rafael Mayer über die gesamte Spielzeit konsequent vernachlässigte, obwohl er sich häufig bei Standards mit nach vorne schlich. Mayer traf zum 1:0 in der 14. Minute und nach Andreas Neumeyers Ausgleich zum 2:2 (86.) auch noch per Kopf zum 3:2-Siegtreffer (88.), obwohl er den Ball schon nur noch schemenhaft erkannte, nachdem er zuvor seine Kontaktlinsen verloren hatte.

„Gerade nach der Szenerie der Torfolge war es umso schöner für alle Beteiligten“, sagt Trainer Rainer Elfinger, der nach den Heimstettner Treffern ungewöhnlich emotional jubelte. Denn größte Freundschaft verbindet die Heimstettner nicht mit ihren Buchbacher Nachbarn. Schon mehrfach sind beide Vereine nach hart geführten Derbys aneinandergeraten.

Auch die Unterstützung der Buchbacher Fans für die SpVgg Landshut im Regionalliga- Relegationsspiel gegen den SV Heimstetten im Sommer, die aus Heimstettner Sicht die Grenzen der Fairness überschritten hatte, ist Trainer Rainer Elfinger sauer aufgestoßen. Sympathiepunkte zu sammeln, war also „nicht mein Ansinnen“, sagt der Trainer. Zählbare Punkte nimmt er gegen Buchbach dagegen gerne mit.

Quelle: fussball-vorort.de

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