SV Heimstetten: Keine Angst vorm Angstgegner

Aufstehen nach den Nackenschlägen: Christoph Schmitt und der SVH wollen sich gegen Rosenheim hochziehen.
+
Aufstehen nach den Nackenschlägen: Christoph Schmitt und der SVH wollen sich gegen Rosenheim hochziehen.

SV Heimstetten - Spiele in Rosenheim sind für den SVH immer so eine Sache für sich. Irgendwie ist es ein Derby, aber es herrscht oft nicht die entsprechende Atmosphäre – und selten gab es dort was zu holen. Wenn der SV Heimstetten am Mittwoch (19.30 Uhr) beim TSV 1860 Rosenheim gastiert, dann schwebt auch noch der Begriff „Schicksalsspiel“ über dem Duell.

In der Tabelle liegen der 13. Rosenheim mit 16 Punkten und der Vorletzte Heimstetten vier Zähler auseinander. Aus Heimstettener Sicht beträgt der Unterschied zwei Nachspielzeiten. Eine davon fand statt am vergangenen Wochenende, als beide Teams zu Hause gegen Gegner aus Oberfranken spielten. Der SVH kassierte in der 92. Minute den 1:1-Ausgleich und Rosenheim landete mit einem 4:1 den Befreiungsschlag.

Heimstetten hätte auch gut und gerne 4:1 gewinnen können, machte aber seine Chancen nicht rein. Team-Manager Michael Matejka gibt sich dennoch gelassen, weil er von der Stärke seines Teams überzeugt ist. Er weiß, dass seine Spieler wackeln, wenn sie Chancen für beruhigende Führungen verpassen und dann die Schlussphase anbricht. „Wir sind nicht ratlos, aber noch immer in einer Verunsicherung“, sagt er. Gegen Bamberg kostete das wieder einmal zwei Punkte und war bereits der vierte Last-Minute-Genickschlag in dieser Saison. „Wir brauchen jetzt einfach mal einen Dreier – und den holen wir in Rosenheim“, verspricht der Funktionär. Selbstbewusst schiebt er nach, dass seinem Club ein Unentschieden nicht weiterhelfe.

In Anbetracht der Vergangenheit ist diese Ansage aber auch recht mutig. Rosenheim ist schließlich so etwas wie der Angstgegner. Heimstetten hat sich in diesen oberbayerischen Duellen immer schwer getan und teilweise ganz empfindliche Niederlagen kassiert. Matejka weiß natürlich selbst, dass Heimstetten noch nie in Rosenheim gewonnen hat. Was das Besondere an der Aufgabe ist, vermag wohl auch er nicht zu sagen. Stürmer Berkant Göktan ist auch diesmal noch nicht mit von der Partie. Noch immer gibt es wenig bis nichts Neues, was den ehemaligen Profi betrifft. Göktan halte sich privat mit Laufeinheiten fit und knabbere an privaten Problemen. Für Matejka ist klar, dass Heimstettens wohl prominentester Spieler erst einmal seine Angelegenheiten klären muss: „Ich brauche ihn hier zu 100 Prozent.“

Zuletzt hätten der Manager und Göktan ein gutes Gespräch geführt, mit dem Ergebnis, dass der Spieler „in geraumer Zeit ins Mannschaftstraining einsteigt“, sagt Matejka. Wann das ist, vermag derzeit niemand zu sagen. Der Manager kann also nur weiterhin bestätigen, dass der ehemalige 1860-Star „weiter im Kader des SV Heimstetten steht, momentan aber nicht dabei ist.“ In Rosenheim fehlen auch sonst noch einige Spieler. Thomas Karg, Sebastian Kneißl und Bernd Häfele sind verletzt, Daniel Steimel gesperrt und Anton Siedlitzki anderweitig verhindert. Allzu üppig ist der Kader also nicht.

Voraussichtliche Aufstellung: Lehner – Welzmüller, Mayer, Toy, Paul – Ünver, De La Motte, Schmitt, Kneißl – Ammari, Ebeling.

Quelle: fussball-vorort.de

Auch interessant

Kommentare