SV Heimstetten verliert deutlich

Wunschdenken: Vor der Partie sind die Fans des SV Heimstetten noch zuversichtlich.
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Wunschdenken: Vor der Partie sind die Fans des SV Heimstetten noch zuversichtlich.

SV Heimstetten - Der Besuch eines Bayern- Stars verlieh dem Regionalligaduell des SV Heimstetten gegen den TSV Buchbach etwas Glanz. Weniger glanzvoll war hingegen der Auftritt des SVH beim 0:4.

Inmitten des Trübsals gibt es am Ende immerhin einige Gesichter, die den Heimstettner Sportpark freudestrahlend verlassen. Damit sind nicht etwa die Spieler des TSV Buchbach gemeint, die dem SVH im Oberbayernderby am Freitag eine 0:4-Abreibung verpassen. Und es sind auch nicht jene Heimstettner Fans, die ihren Frust beim anschließenden Wiesn-Auftakt im Sportpark mit Oktoberfestbier hinwegspülen.

Die Rede ist vielmehr von einer Handvoll Kinder, die mit glänzenden Augen einen Schatz mit nach Hause nehmen, den sie an diesem Abend unverhofft abgestaubt haben: ein Autogramm von Javi Martinez. Der Bayern- Star lehnt nämlich lässig an einer Werbebande und verfolgt interessiert die Partie – was die Gerüchteküche brodeln lässt: Will der Spanier womöglich vor dem Überschuss an Edel-Kickern beim FCB flüchten und in Heimstetten anheuern?

Die Erklärung freilich ist eine andere: Ein guter Freund, der bei Martinez wohnt, trainiert derzeit mit dem SVH. Gleiches gilt für einen weiteren Fußballer, der angeblich bei Bayern-Kollege Rafinha lebt. „Einer von beiden ist ein altberechter Außenverteidiger und sehr interessant für uns“, sagt Manager Michael Matejka. Allerdings sei eine etwaige Verpflichtung aufgrund der Wechselmodalitäten erst in der Rückrunde möglich. „Beide müssen jetzt erst mal Deutsch lernen, damit es mit der Verständigung klappt“, sagt Matejka über die spanischen Kicker. „So lange geben wir ihnen die Chance, dass sie bei uns mittrainieren.“

Martinez könnte künftig also häufiger die Spiele des SVH besuchen – auch, wenn das 0:4 gegen Buchbach nicht gerade Lust auf mehr gemacht hat. Dabei war Heimstetten keineswegs so unterlegen, wie es das Ergebnis nahelegt. Im Gegenteil: Eine Stunde lang spielte die Mannschaft von Trainer Rainer Elfinger über legen und hatte die besseren Chancen. Doch mal verpasste Sebastian Kneißl eine Flanke um Zentimeter, mal landete Valentin De La Mottes Kopfball knapp neben dem Tor, und mal war Buchbachs Torwart zur Stelle und lenkte den Ball mit einem Reflex über die Latte, wie ihn selbst Martinez von Manuel Neuer nicht alle Tage zu sehen bekommt. Kurzum, es war die altbekannte SVH-Krankheit: gute Chancen, aber kein Tor. Dazu kamen auf der anderen Seite „Konzentrationsmängel“, wie Elfinger es nennt. Etwa beim 0:1, als die Kugel zweimal über die Köpfe der Heimstettner hinwegsegelte, ehe Thomas Breu sie über die Linie drückte. Und nach dem 0:2 stellten die Platzherren das Fußballspielen kurzzeitig komplett ein, was zu zwei weiteren Gegentoren führte. „Das darf nicht passieren, gerade weil wir schon mehrere Klatschen zu Hause bekommen haben“, kritisiert Kapitän Christoph Schmitt. Sein Trainer hingegen betont – wie so oft – das Positive: „Wir spielen ja keinen desolaten Fußball“, sagt Elfinger, „und von der Tabelle her ist noch alles machbar“.

Quelle: fussball-vorort.de

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