Video vom Spiel gegen Bayern

Heimstetten verpasst das Wunder: Neumeyer mit Doppelpack

SV Heimstetten - Zu Saisonbeginn wurde der SV Heimstetten, der sich erst in der Relegation für die Regionalliga qualifiziert hatte, als Abstiegskandidat gehandelt. Nach 21 Spielen ist der SVH in der luxuriösen Lage, sich über ein 2:2 gegen den FC Bayern II zu ärgern.

von Fabian Herrmann

Die erste Halbzeit gehörte den Bayern, die diesmal im Heimstettner Sportpark Gastgeber waren. Von Beginn an machte die Mannschaft von Trainer Mehmet Scholl Druck und ging nach sechs Minuten durch einen Treffer von Patrick Weihrauch in Führung. Marius Duhnke hatte den Ball von der Grundlinie zurück in die Mitte gelegt, wo Weihrauch bereitstand.

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Obwohl die Heimstettner es auch in der Folgezeit mit munter anrennenden Bayern zu tun hatten, gelang ihnen nach 18 Minuten der Ausgleich. Nach einem weiten Ball von der rechten Seite war Andreas Neumeyer zur Stelle und traf zum 1:1. So recht befreien konnten sich die Heimstettner danach aber nicht.
Die Bayern erarbeiteten sich weiter gute Möglichkeiten, brachten aber keine davon im Heimstettner Tor unter, was nicht zuletzt an Schlussmann Patrick Lehner lag, der reihenweise gute Chancen, etwa von Pierre Hojbjerg, Patrick Weihrauch und Tobias Schweinsteiger glänzend parierte. „In der ersten Hälfte hat uns Bayern dominiert. Wir sind nur hinterhergelaufen und nicht in die Zweikämpfe gekommen“, sagte Heimstettens Trainer Rainer Elfinger. So konnte es nach der Pause nicht weitergehen. Mit Alexander Schneider und Memis Ünver brachte er deshalb zwei frische Spieler für Gianluca Simari und Anton Siedlitzki ins Spiel.

Die Stimmen zum Spiel

Kaum zu halten: Andreas Neumeyer (mit Gianluca Simari) bejubelt das erste seiner zwei Tore. FOTOS: ROBERT BROUCZEK

Die Gäste wirkten nach dem Seitenwechsel wesentlich präsenter und beschäftigten die Bayern nun deutlich häufiger in deren Hälfte. In der 52. Minute brachte Neumeyer seine Mannschaft mit seinem zweiten Treffer in Führung. Ein weiter Einwurf wurde in Bayerns Hintermannschaft genau auf Neumeyers Kopf verlängert. Der Stürmer fackelte nicht lange und nickte humorlos zum 2:1 ein. Die Bayern drängten in der Folge auf den Ausgleich, waren gegen die gut sortierte Heimstettner Defensive aber zu ungenau im Abschluss. In der 86. Minute trafen sie dann doch noch zum Ausgleich – durch ein „blödes, billiges Tor“, wie Elfinger fand. Nach einer Ecke kam der eingewechselte Alessandro Schöpf im Strafraum frei zum Abschluss und verwertete volley zum 2:2. „Da hat die Zuordnung nicht gestimmt, der Schuss muss geblockt werden“, sagt Elfinger.

Die ganz große Sensation blieb den Heimstettner damit verwehrt. „Wir sind die einzige Mannschaft, die bisher erst drei Niederlagen hat, es ist schön, dass wir das auch in diesem schweren Spiel halten konnten“, befand Elfinger aber am Ende und gab seiner Mannschaft zur Belohnung heute trainingsfrei. „Ich habe in dieser Liga schon lange kein solches Topspiel mehr gesehen“, lobte auch SVH-Manager Michael Matejka.

Auch Bayern-Trainer Mehmet Scholl war nach dem Spiel stolz auf die Leistung seiner Mannschaft und zollte den Heimstettnern damit Respekt. Lange hielt der Ärger über den späten Ausgleich bei den Heimstettnern deshalb nicht an. Schließlich wären genug andere Regionalliga-Teams froh darüber, wenn sie sich nach 90 Minuten über ein 2:2 gegen die Bayern-Reserve ärgern dürften.

Quelle: fussball-vorort.de

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