„Herkulesaufgabe“ für den FC Ismaning

Perfekte Parade: FCI-Torhüter Christian Horn ist in Erlangen gefordert. Foto: Förtsch

FC Ismaning - An dem 3:3 nach 3:0-Führung vom vergangenen Wochenende hatte der FC Ismaning ziemlich zu knabbern. Doch das ist nun vergessen vor der Fahrt zum Spitzenspiel beim FSV Erlangen-Bruck (Sonntag, 15 Uhr).

„Natürlich darf das nicht passieren“, sagt Trainer Frank Schmöller zu dem leichtfertig verspielten 3:0 vom vergangenen Wochenende, aber so etwas passiere nun einmal im Fußball. Als prominentes Beispiel für ähnlich einen Vorsprung verspielende Kicker verweist er auf den FC Bayern. Und dessen Spieler seien zudem besser bezahl als die des FC Ismaning.

Der Trainer sah von Strafmaßnahmen für dieses eine Spiel ab. Er verweist auch darauf, dass der Start nach der Winterpause mit vier Punkten im Plan liegt: „Wenn wir einen Punkt in Buchbach geholt und dann gegen Rain gewonnen hätten, würde jetzt jeder von einem guten Start sprechen.“ Und überhaupt sei der FC Ismaning Erster in der Tabelle und hat seit fünfeinhalb Monaten kein Bayernliga-Spiel mehr verloren. Die letzte Niederlage, ein 1:2 beim FC Ingolstadt II, datiert vom 25. September 2010.

Unter der Woche kümmerte sich der Coach um Sebastian Ruhl, der in 20 Minuten als Einwechselspieler einen Horror-Kurzeinsatz hatte mit Beteiligung an allen Toren. „Er ist verunsichert“, sagt der Coach. Schmöller sieht, dass der Abwehrspieler, der zu Saisonbeginn als feste Größe in der Innenverteidigung galt, mit seiner Rolle als Ersatz hinter zwei sehr stabilen Abwehrspielern im Zentrum nicht so recht zurecht kommt. Doch nun gilt es gegen den FSV Erlangen-Bruck, den Frank Schmöller als „eine Herkulesaufgabe“ einstuft.

Den Franken versetzt er den Ritterschlag, dass sie fußballerisch dem FCI das Wasser reichen könnten. Deshalb wäre er unter Umständen beim Tabellenvierten auch mit einem Unentschieden zufrieden. Allerdings sieht Schmöller auch die Chance, im Kampf um die Meisterschaft für Ordnung sorgen zu können. Ein Sieg würde Ismaning zu Erlangen neun Punkte Distanz bringen. Und taktieren ist kein Thema: „Wir können eh nicht abwarten und kontern. Wir spielen auch in Erlangen unser Spiel.“ Das mit der breiten Brust einer Mannschaft, die sich kaum noch an die letzte Niederlage erinnern kann.

Nico Bauer

Aufstellung: Horn - Maurer, Steinacher, Weiser, Negele - Bachinger, Storhas - Fries, Häfele - Niederlechner, Stijepic.

Quelle: fussball-vorort.de

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