Comeback möglich

Hiobsbotschaft: Leistungsträger Steimel verlässt Heimstetten

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F: Leifer

Wer eine so brillante Saison spielt wie bislang der SV Heimstetten, dessen Fußballer wecken naturgemäß Begehrlichkeiten bei anderen Klubs. Nun verlässt ein Leistungsträger den Bayernligisten – aber nicht zur Konkurrenz.

49 Tore haben Sebastiano Nappo, Lukas Riglewski und Orhan Akkurt bislang in der laufenden Bayernligasaison erzielt – ein imposanter Wert, der inzwischen nicht mehr nur dem Vereinspräsidenten und Statistikexperten Ewald Matejka geläufig ist. Vielmehr hat man auch außerhalb des SV Heimstetten registriert, wie sich das Offensivtrio des Tabellenführers in den ersten 23 Spielen in einen Rausch geballert hat. Und so stellten sie sich beim SVH hinter vorgehaltener Hand die bange Frage: Was passiert, wenn in der Winterpause ein höherklassiger Klub einem der Angreifer Avancen macht?

Nun ist es tatsächlich so, dass Heimstetten einen Leistungsträger und überragenden Spieler dieser Saison verlieren wird – jedoch ist es weder Nappo noch Riglewski noch Akkurt. Vielmehr sagt Daniel Steimel adieu, der Vizekapitän der Mannschaft, der sich nach Meinung vieler Beobachter aktuell in der Form seines Lebens befindet. Und doch ist es kein anderer Klub, der den 25-Jährigen abgeworben hat. Vielmehr wird Steimel ab Februar in die USA gehen, wo er wohl bis Anfang September ein Praktikum bei einem Autohersteller absolviert.

„Ich habe erst Anfang November erfahren, dass ich diese Chance bekomme“, sagt Steimel. „Daraufhin habe ich mich gleich mit Trainern und Verein in Verbindung gesetzt.“ Spieler und Klubleitung seien dabei übereingekommen, dass der Mittelfeldmann nach seinem USA-Aufenthalt wieder zum SVH zurückkehren soll. Wobei Daniel Steimel zu bedenken gibt: „Wenn ich im September wieder hier bin, dann werde ich erst mal bis zur Winterpause brauchen, um wieder fit zu werden und das nötige Ballgefühl zu bekommen. Aber ich werde dem Verein natürlich helfen, wenn ich helfen kann.“

Dass er die Mannschaft ausgerechnet jetzt verlässt, wo es so gut läuft und der Aufstieg in greifbarer Nähe ist, sei ihm natürlich „sehr schwergefallen“, sagt Steimel. Aber in diesem Fall gehe das Berufliche vor. Aktuell befindet sich der 25-Jährige in den letzten Zügen seines BWL-Bachelorstudiums. Nach seiner Rückkehr nach Deutschland wolle er sich dann einen Job suchen, sagt Steimel – aber auch weiter Fußball spielen, und zwar beim SV Heimstetten.

Inwiefern er in den USA Zeit und Gelegenheit haben werde, seinen Sport weiter zu betreiben, wisse er nicht. „Damit habe ich mich noch gar nicht beschäftigt“, sagt Steimel, der nach New Jersey ziehen wird. „Momentan habe ich eher damit zu tun, eine Wohnung zu finden.“ Wie sich seine Kollegen nach seinem Abschied schlagen und ob ihnen der Sprung in die Regionalliga gelingt – das werde er natürlich aus der Ferne verfolgen, sagt Steimel. „Inzwischen kann man sich die Bayernliga ja sogar live im Internet anschauen. Und mit der Zeitverschiebung werde ich mir die Spiele von Heimstetten dann zum Frühstück angucken.“

Trainer Schmitt bedauert den Abgang des Vize-Kapitäns

Quelle: fussball-vorort.de

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