SVH mit hohem Tempo ins Finale furioso

Strecken für den Klassenerhalt: Heimstetten (Aydemir/r.) hofft auf Stimmung im Sportpark. Foto: Michel

SV Heimstetten - Vier Teams kämpfen an diesem Wochenende um das nackte sportliche Überleben in der Bayernliga.

Darunter der SV Heimstetten, der am Samstag um 15 Uhr den 1. FC Eintracht Bamberg im Sportpark erwartet.

Eigentlich stand die SpVgg Bayern Hof schon als Absteiger fest. Doch der Club hat vor dem Hofer Landgericht per einstweiliger Verfügung die zwei Punkte zurück erstritten, die ihm wegen des Becherwurfes aus der Fankurve auf den Schiedsrichter im Heimspiel gegen den FC Ingolstadt II vom Sportgericht des Bayerischen Fußball-Verbands (BFV) abgezogen worden waren (wir berichteten). BFV-Präsident Rainer Koch hatte daraufhin beim Verbandssportgericht den Antrag auf Wiederaufnahme des Verfahrens gestellt. Noch vor dem letzten Spieltag hätte das demnach geschehen sollen. Dagegen hat nun Bayern Hof Einspruch eingelegt, dem stattgegeben wurde.

Um die zwei Zähler wird wohl nun nach der Saison weiter gestritten werden. Hof hat deshalb aktuell 38 Zähler anstatt 36 auf dem Konto, zwei weniger als der TSV Aindling, die SpVgg Bayreuth und eben der SV Heimstetten. Dort treibt das Hickhack um den Becherwurf Manager Michael Matejka die Zornesröte ins Gesicht. „Ich kann es schon nicht mehr hören. Gibt es wirklich nichts Wichtigeres auf der Welt als diese SpVgg Bayern Hof?“, schimpfte er. Gibt es sicher. Für den SVH ist zum Beispiel schon ein Erfolg gegen Bamberg wichtiger. Deshalb befasst sich Trainer Claus Schromm auch weniger mit den Urteilen der Gerichtsbarkeiten, als mit dem Gegner.

„Es ist ein bisschen unglücklich für uns, dass die Teams, die gegen uns spielen, im Vorfeld so deutliche Niederlagen kassiert haben.“ Erlangen-Bruck steckte eine 1:7-Klatsche ein und riss sich dann gegen Heimstetten am vergangenen Wochenende wieder zusammen, stärkte lieber die Bayernliga-Mannschaft als die Reserve in der Landesliga. Die Schromm-Elf musste an ihre Grenzen gehen, um Erlangen mit 3:2 niederzuhalten.

Samstagsgegner Bamberg bezog beim TSV 1860 Rosenheim jüngst böse Prügel und unterlag mit 0:6. Schromm: „Die werden sich anständig aus der Saison verabschieden und nächstes Jahr nicht mehr so weit fahren wollen.“ Mit hohem Tempo soll der SV Heimstetten diesem Ansinnen begegnen und der Eintracht eine Niederlage beibringen. Ein Dreier muss nach Ansicht von Schromm nach umso mehr her, als dass die Konkurrenz lösbare Aufgaben vor der Brust hat. „Alle vier Teams spielen gegen Gegner, die gesichert sind.“

Ausgerechnet Hof hat gemäß der Expertise des SVH-Coaches mit dem vorzeitigen Meister FC Ismaning die besten Karten. „Ich hoffe, dass es sportlich abläuft. Aber jeder weiß, dass nach einem Titelgewinn die Feierlichkeiten im Vordergrund stehen.“ Schromm ist zuversichtlich, Bamberg schlagen zu können. An eine Heimstettener Feier an diesem Wochenende glaubt er eher nicht. „Es kann gut sein, dass wir in die Verlängerung müssen“, sagt er angesichts möglicher Bereinigungs- oder Relegationsspiele. Für das Finale furioso hat sich der SVH etwas für seine Fans ausgedacht. „Wer mit irgendeinem Fanartikel kommt, zahlt nur einen Euro Eintritt“, sagte Matejka. Dieses Mal sei der Schal darüber hinaus für fünf Euro zu erhalten. „Schal und Eintritt kosten dann soviel, wie normalerweise der Eintritt allein. Wir brauchen einfach Stimmung am Samstag.“

Matthias Vogel

SVH: Lehner, Toy, Löppert, Mayer, Wich, D. Schmitt, C. Schmitt, Moll, Steinacher, Aydemir, Akkurt.

Quelle: fussball-vorort.de

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