FCU holt den Pokal trotz müder Beine

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Defensivarbeit fängt vorne an: FCU-Kreativspieler Andreas Faber arbeitete vorbildlich gegen Jonas Hummels, den Bruder des Dortmunder Nationalspielers Mats Hummels.

FC Unterföhring - Der FC Unterföhring hat seinen Titel im Sparkassenpokal verteidigt. Nach dem 1:0 im Halbfinale gegen die SpVgg Unterhaching II (1:0) besiegte er den TSV Gilching 3:2.

Beim Sparkassenpokal war es in den vergangenen Jahren eine gute Tradition, dass die beiden höherklassigen Vereine Unterföhring und Unterhaching II den krönenden Abschluss bilden und sich im Halbfinale aus dem Weg gehen. Diesmal sah der Spielplan gleich das Elefantentreffen der beiden Bayernligisten vor, bei dem die Unterföhringer ihren Ex-Spieler Florian Ernst als gegnerischen Trainer trafen.

Pokal, Pott und Scheck: David Manzinger und Igor Pintar (v.l.) vom FCU bei der Siegerehrung mit Karl-Heinz Rummenigge (Vorstandsvorsitzender FC Bayern).

Die erste Halbzeit war eher ernüchternd, denn es passierte wenig bis gar nichts. Torszenen gab es auf beiden Seiten nicht, was sich nach dem Seitenwechsel in der zweimal 30 Minuten dauernden Partie änderte. In der 34. Minute war Sebastian Bracher durchgebrochen nach einer Steilvorlage von Mario Michelini und schenkte seinem Ex-Verein das goldene Tor ein. Das sah richtig gut aus, aber in der Folgezeit wurden die Konter nicht mehr so gut ausgespielt. Die Unterföhringer traten kompakt auf, machten die Räume geschickt eng und zeigten sich in de defensiven Organisation schon absolut gerüstet für den Bayernligastart am kommenden Mittwoch in Hankofen-Hailing.

„Das war ein guter Test“, sagte Trainer Walter Werner. Das Spiel nach vorne war ihm noch zu behäbig und nicht konsequent genug. Der Coach musste dann einige Spieler mehr einsetzen, als ihm das lieb war. Weil nicht der komplette Kader mitfuhr in die Sportschule Oberhaching, konnten auch nicht zwei komplette Mannschaften die beiden Spiele bestreiten.

Mit sichtlich müden Beinen machten die Unterföhringer nur die Pflicht gegen den Bezirksliga-Aufsteiger TSV Gilching-Argelsried, der trotz des eng klingenden 3:2 (2:0) ohne jede Chance war. In der ersten Halbzeit spielte der FCU zwei Angriffe wunderbar aus, so dass Leo Cucic (19.) und Patrick Nirschl (24.) nur noch den Fuß vor dem leeren Tor hinhalten mussten. Wenn der Favorit schnell spielte, hatte Gilching dem nichts mehr entgegen zu setzen. Nach dem Anschlusstreffer (47.) schaltete der Bayernligist wieder einen Gang nach oben und kam durch Sebastian Bracher zum vorentscheidenden 3:1. Das letzte Tor war dann ein Freistoß, nach dem die Partie direkt abgepfiffen wurde. „Das passt schon so“, sagt Walter Werner, der nun am Ende der Vorbereitung steht. Der neue Trainer erklärt auch, dass das Spielverständnis einer Mannschaft ein jahrelanger Reifeprozess sei und keine Angelegenheit von vier Wochen Vorbereitung.

Nico Bauer

Quelle: fussball-vorort.de

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