Hurra, der FCP lebt noch

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Neuzugang beim FC Pipinsried: Qemajl Beqiri

FC Pipinsried - Als „überlebenswichtig“ hatte FCP-Boss Konrad Höß das gestrige Spiel gegen den VfB Eichstätt bezeichnet. Seit gestern um 16.51 Uhr steht fest: Der FCP lebt noch. Und wirkt sogar ziemlich gesund.

Pipinsried – Zugegeben: 4:1, das war schon ein bisschen hoch. Aber verdient war der Sieg des FC Pipinsried über den VfB Eichstätt allemal. Und so konnte der neue Trainer Roland Baumgärtner nach dem Spiel nicht nur von „großer Erleichterung“ sprechen, sondern auch betonen, dass „die Mannschaft intakt ist“. Was er im übrigen ohnehin nie bezweifelt habe, wie Baumgärtner hinzufügte. In der Tat kann der neue Spielertrainer durchaus zufrieden sein mit seinen Mitspielern. Denn die haben sich konsequent an die Vorgaben weiterlauihres Chefs gehalten. In der Defensive wollte man gut stehen und Konter fahren. Das klingt nicht nach Hurra-Fußball, dürfte aber die richtige Taktik sein, um in den noch ausstehenden Spielen die notwendigen Punkte für den Klassenerhalt zu sammeln. Gestern jedenfalls ging die Taktik gut auf.

Die Pipinsrieder ließen nur wenige Chancen zu, und dass sie vorne ihre Gelegenheiten konsequent nutzten, war nicht eben hinderlich für den von Konrad Höß so heiß ersehnten Sieg. Eine Torchance, ein Tor. So lautete die Bilanz der Pipinsrieder in der ersten Halbzeit. Auch nach der Pause änderte sich im Prinzip nichts. Hinten stand die Abwehr kompakt, und vorne wurden die Chancen in einer für den FCP äußerst ungewöhnlichen Konsequenz genutzt. Herausragend dabei: Roland Baumgärtners wunderbarer Treffer zum 2:0 aus 25 Metern. Und auch ein zweiter Winter-Neuzugang durfte sich in die Torschützenliste eintragen: Der Ex-Fürstenfeldbrucker Qemajl Beqiri, der gleich zweimal traf und damit seine zuvor eher unauffällige Leistung doch noch krönte. Freilich lief in dem von Höß zum Überlebenskampf hochstilisierten ersten Heimspiel nach der Winterpause noch nicht alles rund. Der FCP leistete sich – ebenso wie die Eichstätter – im Spiel nach vorne einige unnötige Fehlpässe, die von den VfBKickern aber nur selten effektiv genutzt werden konnten. „Wir versuchen ein klares System zu spielen. Jeder Spieler hat bei uns eine bestimmte Aufgabe und die haben sie heute umgesetzt“, erklärte Baumgartner nach dem Schlusspfiff seine Spielphilosophie. Welche Philosophie der Bayerische Fußballverband mit seinen Schiedsrichter-Ansetzungen verfolgt, ist dagegen unklar. Schiri Andreas Hartl aus dem 200 Kilometer entfernten Aicha vorm Wald konnte darüber gestern stundenlang im Auto grübeln.

FC PIPINSRIED – VFB EICHSTÄTT 4:1 (1:0)

Pipinsried: Steiner, Hüttner (74. Hrnecek), Horky, Hanusch, Leidenberger, Adrianowytsch, Beqiri, Baumgärtner, Holzhammer, Schön (84. Funk), A. Kiourkas (82. Finkenzeller) Eichstätt: Diez, Stoll, Böhm, Jörg, B. Schmidramsl (22. El Mahmod), D. Schmidramsl, Witasek (62. Hackner), Schuster, Regler, Hörmann (71. Zischler), Betz Schiedsrichter: Andreas Hartl (Aicha vorm Wald)

Zuschauer: 320

Tore:

1:0 (27.) – Stefan Horky kommt nach einer Ecke von Dominik Schön in acht Metern Torentfernung völlig unbedrängt zum Kopfball.

2:0 (55.) – Qemajl Beqiri wird knapp 30 Meter vor dem Tor unsanft von einem Eichstätter gestoppt, Schiedsrichter Andreas Hartl lässt aber weiterlau fen. Zum Glück: Denn Roland Baumgärtner schaltet am schnellsten und wuchtet den Ball aus 25 Metern über den etwas zu weit vorm Tor stehenden Fabian Diez unter die Latte.

2:1 (58.) – Die Freude über das 2:0 währt nicht lang: Auf dem linken Flügel setzt sich der Ex-Pipinsrieder Dominik Betz durch. Dessen Maßflanke versenkt Jochen Regler per Kopfball aus fünf Metern ins Kreuzeck.

3:1 (60.) – Wieder vergehen nur wenige Minuten, ehe das nächste Tor fällt: Michael Holzhammer bedient Beqiri mit einem Zuckerpass. Der Winter-Neuzugang lässt VfB-Keeper Dietz mit einem überlegten Schuss aus elf Metern keine Abwehrchance.

4:1 (90.+4) – Michael Funk flankt auf den völlig freien Beqiri, der den Ball aus drei Metern per Kopf über die Linie drückt.

Quelle: fussball-vorort.de

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