Ingolstadt als Aufstiegshelfer

Trotz starker Gegenwehr verliert Ingolstadt zuhause gegen den Aufsteiger aus Braunschweig
+
Trotz starker Gegenwehr verliert Ingolstadt zuhause gegen den Aufsteiger aus Braunschweig

FC Ingolstadt - Freude und Ärger sind manchmal sehr nahe beieinander: Inmitten des Gäste-Aufstiegsjubels war der Ingolstädter Trainer Tomas Oral restlos bedient.

„Ich ärgere mich richtig, ich habe einen dicken Hals“, bekannte der Coach des Zweitligisten FC Ingolstadt nach dem 0:1 (0:0) in buchstäblich letzter Sekunde am Freitag gegen den künftigen Erstligisten Eintracht Braunschweig. „Dieses Spiel muss man nicht verlieren und darf man nicht verlieren. Da muss man cleverer das 0:0 mit nach Hause nehmen.“

Auf Augenhöhe hatten die Oberbayern vor 9471 Zuschauern gegen den künftigen Bundesligisten agiert, durch einen feinen Freistoß von Damir Vrancic in der Nachspielzeit (90.+2. Minute) aber doch noch einen verdienten Punkt aus der Hand gegeben. „Manchmal läuft einem der Rotz an der Backe hoch“, sagte Oral mit Blick auf den glücklichen Sieg der Niedersachsen - stellte aber auch klar: „Ihr habt es absolut verdient.“

Die Eintracht feierte nach dem späten Schuss ins Aufstiegsglück ausgelassen die Rückkehr auf die größte deutsche Fußball-Bühne. „Absoluter Wahnsinn. Heute ist ein unglaublicher Tag, an dem unser großer, großer Traum in Erfüllung gegangen ist“, sagte Erfolgscoach Torsten Lieberknecht, der den deutschen Meister von 1967 binnen zwei Jahren aus der Drittklassigkeit zurück ins Oberhaus führte.

Selbst der Erzrivale Hannover 96 gehörte zu den ersten Gratulanten. „Das gibt mehrere Derbys. Ich freue mich auf spannende Spiele“, sagte Hannovers Trainer Mirko Slomka mit Blick auf die Partien gegen Braunschweig und Wolfsburg in der kommenden Saison. Erstmals überhaupt werden dann drei Niedersachsen-Teams in der Bundesliga vertreten sein.

dpa

Quelle: fussball-vorort.de

Auch interessant

Kommentare