Der FC Ismaning belohnt sich wieder nicht

FCI-Torwart Florian Preußer konnte den frühen Treffer zum 0:1 nicht verhindern.
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FCI-Torwart Florian Preußer konnte den frühen Treffer zum 0:1 nicht verhindern.

Mit einer für den bisherigen Saisonverlauf symptomatischen Vorstellung hat der FC Ismaning eine miserable Hinrunde beendet. Trotz erneut vieler guter Möglichkeiten und großem Einsatz musste sich der Regionalliga-Absteiger am Samstag dem FC Pipinsried auf eigenem Platz mit 1:2 (0:1) geschlagen geben.

„Die Mannschaft hat wieder bis zur letzten Sekunde alles gegeben, belohnt sich aber nicht“, haderte Trainer Roman Grill frustriert. Am kommenden Samstag empfängt der FCI die SpVgg Landshut, mit der am ersten Spieltag das Verhängnis seinen Lauf nahm. Drückend überlegen hatte Ismaning die Niederbayern auswärts beinahe nach Belieben dominiert. Als 1:0-Sieger war dennoch die Spielvereinigung vom Platz gegangen, da die Platzherren jene Effizienz offenbarten, die der Grill-Elf fehlte. Dieses Schema zog sich durch die gesamte Hinrunde. Ebenso am Samstag: Obwohl die Begegnung für das Schlusslicht mit einem weiteren Nackenschlag in Form des frühen Rückstands (7.) begonnen hatte, „waren wir wieder mindestens ebenbürtig“, wie der 47-jährige FCI-Coach befand.

Erst nach Wiederanpfiff jedoch veredelte Fatih Kiran die leidenschaftlichen Bemühungen der Gastgeber mit dem Ausgleich (56.). In der Folge sei seine Elf „am Drücker“ gewesen, so Grill, er selbst hätte schließlich „mit meinen Wechseln vielleicht das falsche Signal gesetzt, weil ich das Spiel gewinnen wollte“, bilanzierte er selbstkritisch. So liefen die Gastgeber in der 70. Minute in einen verhängnisvollen Konter, der einen Platzverweis gegen Abwehrspieler Michael Greger wegen einer Notbremse sowie einen Strafstoß zur Folge hatte. Michael Holzhammer verwandelte souverän, Grill indes zeigte anschließend Sportsgeist. „Die Rote Karte war vertretbar“, räumte er ein, den Tatort, den viele Beobachter außerhalb des Strafraums wähnten, habe er nicht erkennen können. „Man muss das so hinnehmen“, ging der umstrittene Übungsleiter souverän mit dieser spielentscheidenden Szene um.

Obgleich Pipinsrieds Artur Kubica mit seiner Hinausstellung (80.) numerisch wieder Gleichgewicht herstellte, sollte sich am Sieg der Gäste nichts mehr ändern. „Ich kann der Mannschaft heute überhaupt nichts vorwerfen, vielleicht hätte ich nach dem Ausgleich mehr auf Sicherheit bedacht sein müssen“, nahm er die Niederlage auf die eigene Kappe. In zwei Wochen kommt es nun zum pikanten Duell mit seinem Vorgänger Frank Schmöller, der am Wochenende das nach Carsten Teschkes Rücktritt vakante Traineramt bei Ligarivale SV Pullach übernahm.

Quelle: fussball-vorort.de

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