Muriqi setzt auf Derby-Stärke - Pummer stapelt tief

Ismaning gegen Unterföhring - der Derbycheck

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Packende Zweikämpfe: Das Derby verspricht packende Szenen, wie hier im Hinspiel, das Ismaning (blau) 2:1 in Unterföhring gewonnen hat.

FC Ismaning / FC Unterföhring - Näher geht nicht. Ismaning und Unterföhring trennt nur eine Autobahn. Diesen Samstag (14.30 Uhr) treffen sich die benachbarten Fußballklubs zu einem Kracherderby in Ismaning. Der Vergleich.

Ausgangslage

Unterföhring ist Fünfter mit 28 Punkten. Ismaning ist Zehnter mit 23 Punkten. Vorteil Unterföhring.

Derbystatistik

Inklusive Pokal gab es vier Spiele und vier Siege für Ismaning (dreimal 2:1, einmal 3:1). Vorteil Ismaning.

Abwehr

Das ist Ismanings Prunkstück. Der Aufsteiger hat mit 21 Gegentoren den drittbesten Wert der Liga. In den letzten neun Spielen gab es zwar nur ein Zu-Null, aber der FCI hat nur bei dem komischen 4:3 gegen Wolfratshausen mehr als zwei Treffer kassiert. Unterföhring (26 Gegentore) leistete sich mehr individuelle Fehler. Vorteil Ismaning.

Mittelfeld

Der FCI hat eine Doppelsechs für die Regionalliga (Fischer, Killer), aber nicht immer überzeugende Außen. Aber bei den Gästen fehlt der nicht zu ersetzende Kopf des Teams Yasin Yilmaz. Vorteil Ismaning.

Angriff

Ismaning (27 Tore) hat viele Stürmer, aber so wirklich zündet keiner. Mijo Stijepic ist nach seiner Wadenverletzung wieder spielbereit, aber seine Vorlagen werden zu oft nicht genutzt. Keiner verballert so viele Großchancen wie Ismaning. Die südlichen Nachbarn (28 Tore) haben gefühlt keinen Stürmer, aber sie leben von ihrer Unberechenbarkeit. Andreas Faber ist wieder gesund geworden für das Derby. Der FCU ist einen Tick gefährlicher. Vorteil Unterföhring.

Kaderbreite

Ismaning hat aus der Not heraus schon 25 Spieler in der Vorrunde eingesetzt, Unterföhring 21. Dennoch hat der FCU in der Qualität den deutlich breiteren Kader. Ismaning lebt von variabel einsetzbaren Klassespielern. Beide haben je zwei Spieler, die in allen 17 Vorrundenpartien eingesetzt wurden: Siebald, Fischer – Putta, Krabler. Vorteil Unterföhring.

Erfahrung

In Unterföhring ist die Mannschaft seit vielen Jahren zusammengewachsen und lebt von der Erfahrung. Ismaning hat eine Mischung aus Routiniers und jungen Kickern, deren Leistungen schwankender sind. Vorteil Unterföhring.

Disziplin

Die Ismaninger Fußballer sind immer für Überraschungen gut. Sie haben dem Gegner in dieser Saison schon ganz unnötige Elfmeter fast geschenkt, möchte man sagen. Zweimal Gelb-rot und viermal Rot (Steinacher/2, Buch, Joszt) ist zu viel. Der FC Unterföhring hat bislang nur eine Gelb-rote Karte zu Buche stehen. Vorteil Unterföhring.

Trainer

Xhevat Muriqi (Ismaning) und Andreas Pummer (Unterföhring) haben beide das Vereinswappen in ihr Herz tätowiert. Beide haben für ihre Vereine gespielt, waren Co-Trainer und kamen nach Entlassungen/Rücktritten eher als Notlösung auf die Trainerstühle. Unentschieden.

Umfeld

In Ismaning gibt es alles bis auf Ruhe. Mittelfeld reicht vielen Anhängern nicht, denn über die Regionalliga wird munter debattiert. Unterföhring hat das ruhigste Umfeld der Liga und nimmt alles, wie es kommt. Der Klub könnte irgendwann fast unbemerkt eine Klasse nach oben schleichen. Ismaning hat mehr Fans. Trotzdem: Vorteil Unterföhring.

Das sagen die Trainer

Xhevat Muriqi, FC Ismaning: „Wir haben bisher sehr, sehr gut in den Derbys gespielt. Wenn wir nur ein Prozent nachlassen, bekommen wir Probleme. Die Niederlagen der Vorwoche spielen keine Rolle. Das wird ein ganz anderes Spiel von uns und auch von Unterföhring. Ich sehe uns als Außenseiter.“

Andreas Pummer, FC Unterföhring: „Jeder erwartet wieder einen Sieg des FC Ismaning und deshalb haben wir nichts zu verlieren. Beide Mannschaften haben im Derby nach der Vorwoche etwas gut zu machen. Wir wissen um die Ismaninger Qualitäten und werden uns dafür eine besondere Taktik ausdenken.“

Voraussichtliche Aufstellung: FC Ismaning: Preußer – Beck, Ehret, Steinacher, Siedlitzki – Fischer, Killer – Siebald, Ring (Vidovic) – Stijepic, Olwa-Luta (da Costa Barros).

FC Unterföhring: Fritz – Schlottner, Brandstetter, Eder (Kelmendi), Putta – Büchel, Kain (Hofmann) – A. Arkadas, Kubica, T. Arkadas – Faber.

Text: Nico Bauer

Quelle: fussball-vorort.de

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