Ismaning: Grill feiert ersten Sieg

Behielt mit seinem Team die Oberhand: FCI-Akteur Malcom Olwa-Luta (l.)
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Behielt mit seinem Team die Oberhand: FCI-Akteur Malcom Olwa-Luta (l.)

FC Ismaning - Der FC Ismaning gewinnt im Derby vor 450 Zuschauern gegen den Nachbarn FC Unterföhring mit 2:1 (1:0) Für den FCI bedeutet der Sieg eine Befreiung. Der FCU steht unter Schock.

„Unterföhring kann ich scheinbar am besten“, bilanzierte Ismanings Trainer Roman Grill nach dem Abpfiff lächelnd. Seine Mannschaft offenbar auch. Lagen doch zwischen dem letzten Sieg, einem 3:1-Pokalerfolg in Unterföhring, und dem Dreier am Samstag sechs Ligaspiele ohne Punktgewinn. „Heute haben wir zum ersten Mal in dieser Saison auch das Glück auf unserer Seite gehabt“, räumte er unumwunden ein.

Exklusiv hatte Grill indes „ein kampfbetontes, emotionales Lokalderby“ gesehen. Vielmehr lieferten sich die beiden Nachbarn ein ernüchternd niveauarmes Lokalduell, das eigentlich keinen Sieger verdient gehabt hätte. Ungerechtfertigt war der erste Saisonsieg des Regionalliga-Absteigers dennoch nicht, da die Vorstellung der Platzherren schlicht noch enttäuschender war als die zu erwartende Leistung des verunsicherten und mit null Punkten angereisten Ismaninger Talentschuppens. „Wir haben im Moment einfach die Seuche und machen taktische Fehler“, analysierte Grills Pendant Walter Werner.

Der FCU-Coach hatte zunächst mitansehen müssen, wie seine Elf durch Manuel Rings gekonnte Einzelaktion ins Hintertreffen geriet (22.). Nach Michael Kains Ausgleichstreffer, der einen vom Pfosten zurückspringenden Freistoß Andreas Fabers einköpfte (70.), habe es laut Werner „nicht so ausgeschaut, als ob Ismaning noch ein Tor machen könnte“. Florian Mayer aber behielt bei einem unübersichtlichen Getümmel vor dem Tor des 18-jährigen norwegischen FCU-Schlussmanns Vegard Pedersen als einziger den Überblick und stocherte den Ball aus kurzer Distanz über die Linie (80.). Grill mochte anschließend noch nicht so recht daran glauben, dass der erste Sieg nun schon die Wende bedeutet, diese Herausforderung jedoch wird von ihm als „äußerst reizvolle Aufgabe“ bezeichnet.

Quelle: fussball-vorort.de

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