Unter den Augen von Rainer Elfinger

Ismaning rutscht in den Abstiegskampf

Kein Durchkommen: Der FCI, hier Luan da Costa Barros, nutzt gegen Schwabmünchen seine Chancen nicht.
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Kein Durchkommen: Der FCI, hier Luan da Costa Barros, nutzt gegen Schwabmünchen seine Chancen nicht.

FC Ismaning - FCI lässt bei der Niederlage gegen Schwabmünchen zu viele klare Chancen liegen und rutscht immer tiefer in den Abstiegskampf

Es ist ein leidiges Thema in Ismaning: die Torausbeute. Nicht das erste Mal in dieser Saison hat der Bayernligist FC Ismaning seine Möglichkeiten nicht genutzt. So nahm der TSV Schwabmünchen ein dreckiges 0:1 (0:1) von der Leuchtenbergstraße mit. Ismaning rutscht damit immer tiefer in den Abstiegskampf.

Der Unterschied zwischen dem FC Ismaning und dem TSV Schwabmünchen ist recht schnell erklärt. Die Ismaninger hatten in der ersten Halbzeit zwei gute Chancen. Einmal verhinderte eine Portion Pech die Führung. Manuel Ring traf nur die Latte. Und als Maximilian Siebald frei vor dem Torwart scheiterte, kam auch noch Unvermögen dazu. Die Gäste hatten in den gesamten 90 Minuten nur zwei Chancen –  die reichten aber für das drei Punkte bringende Tor (37.) in einem mäßigen Bayernligaspiel. Ausgerechnet dem sonst stets fehlerfreien Nils Ehret unterlief ein fataler Stockfehler.

Der FCI suchte in der letzten halben Stunde des Spiels mit erhöhtem Risiko seine Möglichkeiten, drängte auf den Ausgleich. Der in der 75. Minute eingewechselte Alexander Auerweck hätte die Partie alleine wenden können, bestätigte aber einmal mehr seinen Ruf als Chancentod. Einen Kopfball aus drei Metern setzte er neben das Tor. Dann scheiterte der Angreifer Minuten später im Eins-Gegen-Eins am Torwart.

Ein Unentschieden gegen den Tabellenvierten aus Schwaben wäre für den FCI durchaus verdient gewesen, aber das Lied der vergebenen Torchancen bekommt langsam den Charakter einer Vereinshymne. Im Training, so beteuerte Trainer Xhevat Muriqi, klappe das deutlich besser. Dann nämlich würden seine Jungs den Ball immer deutlich entschlossener und mit mehr Lockerheit im Tor unterbringen.

Der technische Leiter Florian Hahn appeliert angesichts der mauen Leistung vor dem Tor an den Ehrgeiz des ein oder anderen Spielers: „Ich habe etwas Sorge, dass einige hier die Saison einfach nur zu Ende spielen wollen. Und nächstes Jahr geht es bei Null los.“ Dem Team müsse deutlich gemacht werden, dass die Situation immer prekärer wird. Hahn nahm den scheidenden Trainer Muriqi hundertprozentig in Schutz: „In ihm brennt das Feuer, dass ich so auch gerne bei anderen sehen würde. Ich hätte die Taktik und die Einwechslungen auch so gemacht.“ Allerdings seien 20 bis 25 gute Minuten für einen Sieg gegen Schwabmünchen einfach zu wenig: „Dafür sind die anderen zu gut.“ 

FC Ismaning – TSV Schwabmünchen 0:1 (0:1).

Ismaning: Preußer – Beck (41. Olwa Luta), Ehret, Steinacher, Siedlitzki – Buch, Aladdinoglu (61. Killer) – Siebald, Ring – da Costa Barros (75. Auerweck), Stijepic.

Tor: 0:1 Rudolph (37.).

Schiedsrichter: Philipp Vecera (Rosstal).

Zuschauer: 170.

Text: Nico Bauer

Quelle: fussball-vorort.de

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