Jahn mit bitterer Niederlage Richtung Liga drei

Trauer und Enttäuschung bei Regensburg nach der Niederlage gegen Union Berlin und dem damit verbundenen sicheren Abstieg
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Trauer und Enttäuschung bei Regensburg nach der Niederlage gegen Union Berlin und dem damit verbundenen sicheren Abstieg

SSV Jahn Regensburg - Nach nur einer Saison steht Jahn Regensburg als erster Absteiger der 2. Fußball-Bundesliga fest. Doch den Verantwortlichen ist nicht bange.

Am bitteren Schlusspunkt eines rabenschwarzen Fußball-Jahres machte Sportchef Franz Gerber von Zweitliga-Absteiger Jahn Regensburg immerhin einen kleinen Lichtblick aus. „Es endet nicht in einem absoluten Desaster“, bilanzierte Gerber nach dem Abstieg des oberpfälzischen Traditionsclubs in einem Interview der „Mittelbayerischen Zeitung“ (Samstag).

„Obwohl ein Abstieg natürlich immer sehr bitter ist, hat uns auch diese Saison einiges gebracht“, sagte der Jahn-Sportchef weiter. Der Verein sei ins Blickfeld geraten, zudem sei die Infrastruktur wesentlich verbessert worden. „Und vor allem: Wir gehen in die 3. Liga ohne Schulden.“

Am Freitagabend herrschte dagegen noch der blanke Frust beim Jahn-Tross. Das 0:1 (0:0) bei Union Berlin war ein Spiegelbild der gesamten Saison gewesen: Beste Chancen hatten die Oberpfälzer vor allem in der ersten Halbzeit, gejubelt wurde aber wieder einmal nur beim Gegner. Union-Profi Torsten Mattuschka besiegelte mit einem verwandelten Foulelfmeter (63. Minute) die Niederlage der Regensburger - und den endgültigen Abstieg. „Wenn man Spiele gewinnen will, muss man Tore schießen. Das schaffen wir einfach nicht“, erklärte Jahn-Trainer Franciszek Smuda.

„Solange der Ball rollt, muss man Hoffnung haben“, hatte Smuda noch kurz vor dem Anpfiff betont. Im Stadion An der alten Försterei zerplatzten aber alle Hoffnungen auf ein Fußball-Wunder: Zwar waren die Gäste das aktivere Team, aber eben wieder einmal auch viel zu harmlos vor dem Tor. Die erste gute Chance hatte Regensburg bereits in der 3. Minute, als Unions Björn Kopplin nach einem Kopfball von Francky Sembolo auf der Linie klärte. Erneut Sembolo schoss knapp am langen Eck vorbei (37.).

Nach dem Wechsel kam es dann, wie es kommen musste. Nach einem Foul verwandelte Mattuschka den fälligen Strafstoß - der direkte Wiederabstieg der Oberpfälzer war besiegelt. „Klar ist man betrübt“, sagte Kapitän Oliver Hein. „Aber es hat sich ja seit Wochen angebahnt, nun ist es eben endgültig soweit.“

„Letztlich konnten wir die Sensation, die wir mit dem Aufstieg geschafft haben, nicht wiederholen. Das zweite Wunder - den Nichtabstieg - haben wir nicht erreicht“, erklärte Gerber. Nun soll die Saison anständig beendet werden und dann ein neuer Anlauf in Liga drei unternommen werden. Dies allerdings ohne Smuda - der frühere polnische Nationalcoach wird Regensburg nach seiner gescheiterten Mission Klassenverbleib verlassen.

dpa

Quelle: fussball-vorort.de

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