Jürgen Schäfer suspendiert Dominik Schön

Geht wohl nie mehr für den FC Pipinsried auf Torejagd: Dominik Schön. Foto: kra

Pipinsried - Wenn der FC Pipinsried am Samstag beim SC Fürstenfeldbruck antritt, dann fehlt ein prominenter Name im Kader: Dominik Schön. Schäfer hat den 22-Jährigen suspendiert: „Dominik Schön wird nie mehr im gelb-blauen Trikot auflaufen“, verkündet der Scheyerer.

Zwischen dem Studenten und dem Transportunternehmer hatte es von Anfang an gekriselt. Schon vor einem Jahr, als Schäfer noch als Co-Trainer unter Roland Baumgärtner agierte, rauschten die beiden erstmals Mal zusammen. Nachdem der Scheyerer im September die Verantwortung übernommen hatte, intervenierte der junge Mittelfeldspieler mehrfach bei Konrad Höß und forderte die Ablösung des Coachs. Dass der FCP-Präsident - und dessen Frau Kathi - den jungen Burschen schätzen, war nie ein Geheimnis; doch schon vor Monaten sagte Höß: „Bei mir zählt nur Leistung, und wenn einer die nicht bringen will, dann kann er gehen.“

Und an der haperte es bei Schön zuletzt. Wie bei vielen anderen auch. Nach der Pleite gegen Eching, als der Ex-Schwabmünchner schon nach einer halben Stunde duschen durfte, eskalierten wohl die Ereignisse. Was genau vorgefallen ist, will niemand erzählen.

Unter dem Strich waren sich Schäfer und Höß jedoch einig: Die Zeit von Dominik Schön beim FC Pipinsried ist vorbei. Zweieinhalb Jahre ist der frühere FC Augsburg-Junior für den Dorfclub auf Torejagd gegangen. In seiner ersten Saison - unter Spielertrainer Denis Dinulovic - erzielte Schön immerhin 16 Tore. Höß bedauert den Abgang seines einstigen Lieblings: „Das ist nicht nur sportlich ein Verlust.“ Aber er werde den Kurs des Trainers stützen. Der 71-Jährige setzt sogar hinzu: „Schäfer setzt sich enorm für den Verein ein und entlastet mich in vielem. Es könnte sein, dass ich ihn mit Manager-Vollmachten ausstatte.“

Ein unerhörtes Wort im Dachauer Hinterland. Mag sein, dass Höß von Schön auch menschlich enttäuscht war - denn der junge Augsburger hat in den letzten Tagen eine Vertragsverlängerung beim FC Pipinsried ausgeschlagen. „Dominik hat mir erzählt, dass er ein Angebot eines Regionalligisten vorliegen habe“, berichtet der FCP-Boss. Der Kicker, der im April 23 Jahre alt wird, sieht laut Höß darin die letzte Chance, im Profi-Bereich Fuß zu fassen. Dem Dorfklub-Zampano ist die Entscheidung kontra Schön offensichtlich schwer gefallen. Doch jetzt sieht er nach vorne und hofft auf einen guten Auftritt seiner Truppe bei der Mannschaft der Stunde, dem SC Fürstenfeldbruck. Die Brucker sind in diesem Frühjahr noch ungeschlagen. Die Partie im TechnoMarkt-Stadion wird am Samstag um 14 Uhr angepfiffen. kra

Quelle: fussball-vorort.de

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