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Kadrijaj letzter Hachinger Stürmer

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Valonis Kadrijaj ist momentan der einzig verbliebene Stürmer der SpVgg Unterhaching. Foto: Robert Brouczek

Unterhaching - Die Freude über den ersten Sieg des Jahres währte nicht lange. Zum Auswärtsspiel der Dritten Liga bei Rot-Weiß Erfurt heute (18.30 Uhr) reist die SpVgg Unterhaching mit nur einem gesunden Stürmer - und daher mit mehr Hoffnung als Zuversicht auf Punkte.

Am Samstag Nachmittag stand Valonis Kadrijaj noch strahlend in der Mixed-Zone und berichtete den Journalisten von seinem Gefühlsleben. „Ja, es geht steil nach oben“, sagte der 18-Jährige nach dem 2:0-Sieg über Aalen, „dieses Spiel war etwas ganz Besonderes für mich.“ Kein Wunder, schließlich hatte er in seinem fünften Profi-Einsatz sein erstes Tor erzielt, und das war auch noch das vorentscheidende 2:0 gewesen. Ein Dank an den Trainer, dem „ich alles zu verdanken habe“, dann ein zurückhaltender Blick auf seine steile Karriere, die ihm in der Winterpause seinen ersten Profi-Vertrag eingebracht hatte („mir hätte es schon gereicht, ein paar Einsätze zu bekommen“). Und plötzlich steht Kadrijaj alleine im Blickpunkt.

Die erste Mannschaft der SpVgg Unterhaching

Grund: Alle anderen drei gelernten Stürmer konnten gestern die Reise nach Erfurt nicht antreten. Marc Nygaard war gegen Aalen bereits nach einer knappen halben Stunde ausgewechselt worden. Muskuläre Probleme im Oberschenkel gab die SpVgg gestern als Grund an, dass der dänische Sturmtank wieder einmal pausieren muss. Das Schicksal von Gardar Gunnlaugsson bekam im Training dieser Tage ein neues Kapitel. Wieder mal zog sich der Isländer einen Muskelfaserriss zu und muss zwei Wochen aussetzen. Mijo Tunjic plagen weiterhin Achillessehnen-Beschwerden. Die gleichen Probleme hatte auch Robert Zillner seit dem Wochenende. Auch er musste aufs Training verzichten, dürfte aber wohl heute einsatzbereit sein. Grund für die Blessuren sind mittlerweile wohl die ständigen Einheiten auf Kunstrasen. Dass in Erfurt grüner Rasen wartet, wertet Trainer Klaus Augenthaler als Motivationsschub: „Wir trainieren seit November nur auf Kunstrasen. Ein Spiel auf Rasen muss für die Jungs ja ein Glücksgefühl sein.“

Angesichts einer wenig furchteinflößenden Offensive setzt Augenthaler beim Gastspiel in Thüringen auf nur eine Spitze und kündigt schmunzelnd eine „erfrischende Defensive“ als Ausrichtung an. Seiner Mannschaft wollte er damit allerdings keineswegs eine Ausrede bieten, beim Tabellen-Fünften eine Niederlage einzukalkulieren: „Wenn ich daran glaube, kann ich jedes Spiel gewinnen, aber nur dann. Und wir fahren nach Erfurt, um zu gewinnen. Das ist auch mit diesem Kader möglich.“

SpVgg Unterhaching: Kampa - Schulz, Hoffmann, Brysch, Stegmayer - Jerat, Tyce - Grech, Amachaibou, Zillner - Kadrijaj

Christian Amberg

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