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So kämpft der VfR Garching für die Rettung

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Torjäger Manuel Eisgruber wäre bei einem Zwangsabstieg kaum zu halten.  F: Hönl
Torjäger Manuel Eisgruber wäre bei einem Zwangsabstieg kaum zu halten. F: Hönl © Hönl

VfR Garching - Der VfR ist zur Zeit in aller Munde. Doch weniger die sportlich komfortable Situation in der Regionalliga ist Thema, sondern der Rückzug aus der höchsten Amateurklasse.

Schaffen die Garchinger den finanziellen Spagat, um auch in der kommenden Saison Regionalliga spielen zu können? Die Verantwortlichen lassen jedenfalls nichts unversucht und kämpfen an mehreren Fronten für die Rettung. 

Der VfR hat eine "Retterseite" ins Leben gerufen. Dort bittet der Verein Sponsoren und Unterstützer um eine Spende. Es wird den Fans so leicht wie möglich gemacht und ab 50 Euro kann man die Spende mit einer Quittung sogar in der Steuererklärung geltend machen. Ein besonderes Schmankerl winkt bei einer Spende von 100 Euro oder mehr. Der Gönner darf nach der Partie gegen Illertissen zum Grillabend mit der Regionalliga-Mannschaft. 

Außerdem wurde die Aktion "Macht die Hütte voll" gestartet. Am letzten Spieltag gegen Wacker Burghausen soll das Stadion am See aus allen Nähten platzen. Immerhin 4.000 Personen fasst das VfR-Stadion. Wird die VfR-Arena bis auf den letzten Platz gefüllt, winkt ein netter Geldregen. Die Tickets werden für zehn Euro verkauft, der ermäßigte Preis liegt bei acht Euro. 

Auch der lokale Sender München TV hat sich der Thematik angenommen. Dort kommt Martketingleiter Peter Wagner zu Wort und schildert die verfahrene Situation des VfR: "Es gibt kein Wunschkonzert, wo du vielleicht sagen kannst, 'wir spielen nächstes Jahr Landesliga, das wäre gemütlich'. Das geht nicht. Entweder treten wir dann als erster Absteiger in der Bayernliga an, zu Kosten, die auch nicht so viel niederiger sind als in der Regionalliga. Wir haben dann nach wie vor den Kader mit Spielern, die noch Verträge haben und bezahlt werden müssten. Das schaffen wir nicht. Also ist die einzige Alternative dann abmelden und ganz nach unten gehen." 

Ganz nach unten würde dann Kreisliga oder sogar Kreisklasse bedeuten. Dort kämpft die Reserve um den Klassenerhalt. Mit fünf Punkten Rückstand auf den ersten Relegationsplatz müsste sich die Mannschaft in den letzten sechs Spielen erheblich steigern, um doch noch drin zu bleiben. Der erste Nichtabstiegsplatz ist acht Punkte entfernt. 

Jugendkoordinatorin Anne Hecker hofft auf die Rettung, auch mit Blick auf die eigene Nachwuchsarbeit in den kommenden Jahren. "Für die Kinder ist es toll, wenn sie die Jungs zum Anfassen haben und die Spieler morgens an der U-Bahn-Station sehen."

Peter Wagner bringt weitere Möglichkeiten für die Rettung ins Spiel. "Wir suchen jemand, der gewillt wäre, Unternehmen oder Einzelpersonen, die sagen würden, ich bürge für einen eventuellen Zahlungsausfall. Oder wir suchen Sponsoren, die uns unterstützen."

Die Uhr tickt. Zehn Tage hat der VfR noch Zeit. Am 5. Mai fällt eine Entscheidung. Bis dahin werden sich Spieler, Verantwortliche und Fans ins Zeug legen, um doch noch die nötigen Gelder für die kommende Regionalliga-Saison zusammenzukratzen. 

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