Kampa vor Abschied

SpVgg Unterhaching Darius Kampa
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Darius Kampa steht bei Haching wohl vor dem Aus.

SpVgg Unterhaching - Man muss derzeit leidensfähig sein, wenn man Auftritte der Hachinger verfolgt. Der Drittligist hat den radikalen Schnitt verordnet, aus finanziellen Gründen laufen künftig nahezu ausschließlich Junioren auf – dass die Lehrgeld zahlen müssen, versteht sich.

Er würde gerne mal wie im Training einfach „Stopp“ rufen um ein paar Sachen zu korrigieren, erzählte Augenthaler, „aber ich kann ja hier schlecht zum Schiedsrichter gehen und ihn bitten, mal anzuhalten – Spiel und Training sind zwei paar Schuhe“. Gegen Saarbrücken habe man wieder einmal deutlich gesehen, „dass der eine oder andere erfahrene Spieler fehlt“. In Hachings Geschichtsbüchern muss man lange blättern, um eine Startelf mit einem jüngeren Altersschnitt zu finden. Gut möglich, dass man gar keine findet. Gegen Saarbrücken lief ein Team auf, dessen Wert 22,0 Jahre betrug. Kein einziger Hachinger zählte im letzten Jahr auch nur ansatzweise zum Stammpersonal.

Jugend forsch soll das Motto lauten, es ist ja an und für sich ein wünschenswertes. Im Moment aber sieht das Projekt eher noch nach Jugend morsch aus – denn eine solide Basis, auf die man bauen kann, ist dieses Ensemble keineswegs. Übers Wochenende will der neue Manager Markus Grünberger die nächsten Gespräche mit den Spielern führen, wer im Verein bleiben und wer gehen soll. Darius Kampa, der Torwartroutinier, der am Freitag fehlte, weil er nebenbei den Trainerschein macht, wird den Klub wohl verlassen müssen, wie am Rande des Spiels durchsickerte. Er selbst würde gerne bleiben. Ähnlich wie Augenthaler ist Kampa einer, der Haching gut zu Gesicht steht.

Quelle: fussball-vorort.de

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