SVH kassiert 0:5-Klatsche gegen die Bayern

War sichtlich enttäuscht von der ersten Halbzeit seiner Truppe: SV-Coach Rainer Elfinger.
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War sichtlich enttäuscht von der ersten Halbzeit seiner Truppe: SV-Coach Rainer Elfinger.

Das Debüt von Berkant Göktan beim SV Heimstetten wird überschattet von einer indiskutablen ersten Hälfte gegen den FC Bayern München II. Am Ende kassiert der SVH eine 0:5-Klatsche.

Rainer Elfinger ist gewöhnlich ein Trainer der leisen Töne – umso mehr lassen seine Worte nach dem Auftritt des SV Heimstetten beim FC Bayern München II aufhorchen. „Ich habe derMannschaft in der Halbzeit klar gesagt, dass das eine indiskutable Leistung war“, verrät der Coach, dessen Elf nach 45 Minuten bereits mit 0:5 zurückliegt. „Wenn wir nach der Pause so weitergemacht hätten, wäre es zweistellig geworden – und dann hätte ich meine Arbeit hier ernsthaft infrage gestellt. Denn auf so etwas habe ich keine Lust.“

Immerhin: Im zweiten Durchgang halten die Gäste ein 0:0-Unentschieden und verzeichnen sogar Möglichkeiten – auch, wenn dies in erster Linie an den Bayern liegt, die gefühlte drei Gängezurückschalten. „Die zweite Hälfte war in Ordnung“, bilanziert Elfinger, der in der 83. Minute Berkant Göktan einwechselt. Der Ex-Profi, der einst als 17-Jähriger für die Bayern in der Champions League spielte, zeigt zwar gute Ansätze. Jedoch ist augenscheinlich, dass der 32-Jährige noch die eine oder andere Trainingseinheit benötigt, um ein akzeptables Fitnessniveau zu erreichen. „Berkant kann uns sicher helfen“, sagt Elfinger. „Aber er muss langsam herangeführt werden.“ Neben dem Göktan-Debüt gibt es einen zweiten Lichtblick für den SVH: Im Grünwalderstadion schlägt sich Heimstetten – zumindest auf dem Papier – besser als im Hinspiel, das der FCB mit 6:0 für sich entschied. Die Art und Weise der Niederlage ist diesmal freilich bitterer: Schon nach zwölf Minuten liegen die Gäste nach einem Doppelpack von Mitchell Weiser mit 0:2 hinten; wenig später haben sich vor den Augen von Matthias Sammer und Hermann Gerland auch Benno Schmitz und zweimal Julian Green in die Torschützenliste eingetragen – zum Stand von 0:5 nach gerade mal 36 Minuten.

„In der ersten Hälfte habeich mich geschämt, auf der Bank zu sitzen“, gibt Elfinger offen zu. „Das war peinlich.“ Statt mutig aufzutreten, wozu der Coach seine Elf ausdrücklich ermuntert hatte, habe man der Mannschaft die Angst deutlich angemerkt. „Außerdem haben wir überhaupt nicht das gespielt, was ich wollte“, kritisiert Elfinger. Vor allem auf der rechten Angriffsseite der Bayern narrt Vladimir Rankovic SVH-Abwehrmann Anton Siedlitzki ein ums andere Mal, sodass der Trainer seinen Außenverteidiger bereits nach 37 Minuten vom Feld nimmt. „Allerdings ist er auch von seinenMitspielern im Stich gelassen worden“, ärgert sich Elfinger. Nach dem Wechsel haben Daniel Steimel, Marcel Ebeling und Valentin De la Motte die Chance auf den Ehrentreffer. Doch weil sie überhastet oder ungenau abschließen, bleibt es beim 0:5.

Quelle: fussball-vorort.de

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