SVH kassiert Klatsche gegen die Löwen

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Christoph Schmitt und der SV Heimstetten kassierten eine herbe Pleite.

SV Heimstetten - Die Trendwende ist ausgeblieben: An der alten Wirkungsstätte kassiert Trainer Rainer Elfinger mit dem SV Heimstetten eine 1:5-Klatsche gegen den TSV 1860 München II.

Es hat sich einiges getan im Stadion an der Grünwalder Straße seit Rainer Elfinger dort letztmals als Trainer am Seitenrand stand. Der 46-Jährige hat einst für die Löwen gespielt und war dort jahrelang Coach im Jugendbereich. Inzwischen trainiert Elfinger den SV Heimstetten, und in dieser Funktion ist er nun erstmals in die ehrwürdige Arena zurückgekehrt, die unlängst für zehn Millionen Euro saniert wurde.

Eine Sache wird Elfinger trotz aller Neuerungen sofort wieder erkannt haben: die legendäre Anzeigetafel in der Westkurve, die bereits in der Meistersaison 1966 im Dienst war und auch die jüngste Renovierung überdauert hat. Hier werden die Zifferntafeln noch von Hand aufgehangen – und die damit betraute Person kann sich an diesem Tag nicht über Bewegungsmangel beschweren. Denn: Insgesamt sechs Mal müssen die Tafeln ausgetauscht werden, ehe die 1:5-Packung für den SV Heimstetten beim TSV 1860 München II besiegelt ist.

„In der ersten Hälfte haben wir auf Augenhöhe mit den Sechzigern gespielt, aber unsere Chancen nicht konsequent zu Ende gespielt“, analysiert ein enttäuschter Elfinger an seiner alten Wirkungsstätte. „In der zweiten Halbzeit war unsere individuelle Fehlerquote dann erschütternd.“ Zudem habe im Angriff erneut die Durchschlagskraft gefehlt, bemängelt der Coach und fügt bissig hinzu: „zum x-ten Mal diese Saison.“

Dabei sind die Gäste vor 750 Zuschauern anfangs die bessere Mannschaft und verzeichnen durch Schüsse von Christoph Schmitt und Florian Rudy erste Chancen. Das Netz zappelt dann jedoch auf der anderen Seite: Während Marcello Fiorentini und Valentin De La Motte nur interessiert zuschauen, nimmt Andreas Geipl vom Strafraumeck Maß und setzt die Kugel zum 0:1 ins kurze Eck. Eine schmeichelhafte Pausenführung für die Löwen, wie deren Trainer Torsten Fröhling offen gesteht: „Wir haben in der ersten Hälfte mutlos gespielt, und Heimstetten hat uns immer wieder in Probleme gebracht.“

Nicht so nach dem Wechsel, als die Zifferntafeln in der Westkurve quasi im Zehnminutentakt umgehängt werden. Nach dem 0:2 von Daniel Jais schlägt Geipl ein zweites Mal zu – diesmal per Nachschuss beim Elfmeter. Zwischen den Löwen-Toren vier und fünf gelingt dem eingewechselten Sebastian Kneißl immerhin noch der Ehrentreffer für die Gäste, was ihren Trainer freilich nicht besänftigen kann. „Von der zweiten Hälfte bin ich maßlos enttäuscht“, zürnt Elfinger und fügt mit Blick auf den 47. Geburtstag des Löwen-Trainers hinzu: „Da haben wir uns leider eingereiht in die Reihe der Gratulanten von Torsten Fröhling.“

Quelle: fussball-vorort.de

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