SVH kassiert in Hof wieder ein Last-Minute-Tor

Bernd Häfele kassierte nach 75 Minuten einen Platzverweis.
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Bernd Häfele kassierte nach 75 Minuten einen Platzverweis.

SV Heimstetten - Am Ende einer bitteren Woche verliert der SV Heimstetten mit 1:2 bei der SpVgg Bayern Hof. Wieder kassiert der SVH ein Last-Minute-Gegentor, wieder erschweren neue Ausfälle die prekäre Lage.

Die Nachspielzeit ist jene Phase einer Partie, in der Fußballer die Kugel hin- und herschieben oder sekundenschindende Zweikämpfe an der Eckfahne führen, während die Zuschauer – je nach Lager – das Stadion vorzeitig verlassen oder den Siegesjubel vorbereiten. So ist das eigentlich von der Bundesliga bis zur C-Klasse – wenn nicht gerade der SV Heimstetten auf dem Rasen steht. Denn in diesen Fällen ist die Nachspielzeit jene Phase einer Partie, in der sich die SVH-Kicker um sicher geglaubte Punkte bringen.

So auch beim jüngsten Kellerduell der Regionalliga gegen die SpVgg Bayern Hof. In einer Zwei-Mann-Unterzahl hat Heimstetten Moral gezeigt und kurz vor Schluss zum 1:1 ausgeglichen – es wäre ein „gefühlter Sieg“, wie SVH-Trainer Rainer Elfinger so etwas nennt. Doch dann folgt jene schicksalsschwere Nachspielzeit, ein kluger Pass der Hofer an die Strafraumgrenze, ein noch klügerer Schlenzer von Sebastian Bösel ins lange Eck, und plötzlich steht es 1:2 und Heimstetten mit leeren Händen da – wieder einmal.

Schon vor einer Woche kassierte der SVH in der 92. Minute das 1:1 gegen Bamberg; im Pokal kegelte Burghausen den Regionalligisten durch ein Last-Minute-Tor aus dem Wettbewerb; und in Ingolstadt musste die Elfinger-Truppe gar in der 93. Minute das 3:3 hinnehmen. Nur beim Remis gegen Rain gelang Heimstetten selbst ein Tor in der Nachspielzeit. Kurzum: Würden die Partien in der Regionalliga stets nach exakt 90 Minuten abgepfiffen, hätte der SVH jetzt gleich viel Punkte wie der SV Schalding-Heining, der derzeit den Relegationsrang innehat. Doch weil es im Fußball nun mal jene Nachspielzeit gibt, sieht die Lage beim Vorletzten ungleich düsterer aus. „Ich schaue nicht so intensiv auf die Tabelle, sondern nur auf uns“, wiederholt Elfinger auch nach der Pleite in Hof sein Mantra. Doch auch der Coach weiß: „Der Druck wird nicht weniger.“

Zumal Elfinger im nächsten Sechs-Punkte-Spiel gegen Schweinfurt zwei weitere Spieler fehlen: Beim Stand von 0:1 für Hof verabschieden sich Bernd Häfele und Steven Toy binnen fünf Minuten mit Roten Karten wegen groben Foulspiels. „Ich will mir das noch mal im Video ansehen, aber dem ersten Eindruck nach waren beide Fouls nicht rotwürdig“, urteilt Elfinger unmittelbar nach Spielende. Ohnehin ist der Coach mit der Leistung des Schiedsrichters noch unzufriedener als mit der mauen Vorstellung seiner Elf in der ersten Stunde: „Dem 0:1 ist ein klares Foul am Torwart vorausgegangen. Der Schiedsrichter hat heute massiv Einfluss auf das Spiel genommen.“

Dennoch hätte der SVH eigentlich einen Punkt mitnehmen müssen, weil sich die Mannschaft in Unterzahl aufbäumt und durch Sebastian Pauls Kopfball zum 1:1-Ausgleich kommt. Doch dann folgt jener Nackenschlag in der Nachspielzeit, den es nun aufzuarbeiten gilt: „Jetzt geht es darum, die Mannschaft wieder aufzubauen“, sagt Elfinger. „Außerdem werde ich sie noch mal auf den Ernst der Lage hinweisen. Denn vor allem in der ersten Halbzeit war mir zu wenig Feuer drin.“

Quelle: fussball-vorort.de

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