Kein Fußballfest – was soll’s: Hauptsache gewonnen

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Vom Stürmer zum Innenverteidiger: Peter Enckell war am Samstag auf mehreren Positionen gefragt.

TSV Eching – Endlich! Die Echinger Fußballer haben ihre Krise im eigenen Stadion mit einem 1:0-Arbeitssieg gegen den FC Deisenhofen beendet. Wieder war es kein großes Fußballfest und wieder hieß es 0:0 nach 45 Minuten.

Für den TSV Eching war das Resultat aber glücklich, weil die Gäste zweikampfstark waren und mehr Spielanteile hatten. Deisenhofen spielte den letzten Pass zu ungenau, bei der insgesamt größten Chance der Partie konnte letztlich niemand fassen, dass daraus nicht mehr wurde. Thomas Schmelzer brach in der 24. Minute durch, lupfte den Ball frech über Kozel hinweg, lief alleine dem leeren Tor entgegen und brachte es tatsächlich fertig, die Kugel vorbeizuschieben. Der Angreifer rutschte etwas weg, hatte aber dennoch den Unterhaltungswert eines Youtube-Videos.

Fünf Minuten später hatte Peter Enckell die einzige Echinger Chance, als er sich um seinen Bewacher herumdrehte, doch dann am Keeper scheiterte. Der dritte große Aufreger war die gelb-rote Karte für Roland Döring, die ziemlich hart war. Eching musste Mitte der ersten Halbzeit Innenverteidiger Kantar verletzt auswechseln, und dann zur Pause wurde dessen Vertreter Janis Hoffmann durch Peter Enckell ersetzt.

Nach dem Wechsel schafften es die Echinger trotz immer offensiverer Ausrichtung nicht, die numerische Feldüberlegenheit in Torchancen umzumünzen. Auf der anderen Seite lauerten die Gäste aus dem Münchner Süden auf den goldenen Konter. Die Partie zugunsten des Gastgebers entschied der Schuss wie ein Strich von Leo Mayer (69.), der rechts oben einschlug. Fabi Hrgota hatte routiniert die Lücke geschaffen.

Obwohl Eching in der Defensive sehr kompakt stand, hatten es bis zum Abpfiff noch die eine oder andere Schrecksekunde zu überstehen. Mit vier klasse Paraden hielt Torwart Ferdi Kozel den Sieg fest. Andererseits ließ das Team von Reiner Leitl fast fahrlässig Konterchancen liegen. Es ging aber nicht um Glanz und Gloria, sondern einfach nur einen Heimsieg. Im letzten Spiel 2012 im Willi-Widhopf-Stadion wurde somit die schwarze Serie der Niederlagen im tiefen Boden versenkt. Nico Bauer

Quelle: fussball-vorort.de

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