„Kevin Hingerl auf Sprung zu den Profis“

Trainer-Troika: (v.l.) Manuel Baum, Claus Schromm und Florian Ernst. Foto: Archiv bro

SpVgg Unterhaching II - Vor dem letzten Spiel des Jahres zieht Florian Ernst, Trainer der SpVgg Unterhaching II, eine Zwischenbilanz.

Ohne festen Kader, stattdessen mit einer wöchentlich wechselnden Mischung aus Profis und Junioren, die Spielpraxis sammeln sollen, hat Trainer Florian Ernst die SpVgg Unterhaching II in der Bayernliga Süd auf Rang vier geführt. Vor dem letzten Spiel des Jahres, am Samstag (14 Uhr) bei der SpVgg Grün-Weiß Deggendorf, zieht der 32-Jährige eine Zwischenbilanz.

-Wie lautet Ihr Fazit der bisherigen Saison?

Es lief absolut positiv. Wir spielen erfolgreich und attraktiv. Dadurch, dass unsere Mannschaften von der U 19 über die U 23 bis zu den Profis eine gemeinsame Spielidee haben, laufen die vielen Wechsel nahtlos ab. Die Neuerung, keinen eigenen U 23-Kader zu unterhalten, sondern von Wochenende zu Wochenende den Leuten Spielpraxis zu verschaffen, die bei den Profis und der U19 nicht an die Reihe kommen, hat sich bewährt.

-Gibt es auch einen negativen Aspekt?

In der Hinrunde hatten wir viel Verletzungspech. Leon Müller-Wiesen, Felix Stemmer, Maxi Siebald sind lange ausgefallen, auch Andi Martin, bei dem wegen seines Knorpelschadens die Frage ist, ob er überhaupt zurückkommt. Ich hoffe, dass wir die Vorbereitung aufs Frühjahr komplett bestreiten können.

-Sie verfügen über keinen festen Kader. Wie kann man sich denn den Trainingsablauf unter diesen Umständen vorstellen?

Ich bin ja neben meiner Funktion als Cheftrainer der U 23 auch Co-Trainer bei den Profis. Einen besseren Austausch als den mit Manuel Baum und Claus Schromm (die Profitrainer der SpVgg; d. Red.) gibt es nicht. Profis und Jungprofis trainieren zusammen, normalerweise aufgeteilt auf drei Gruppen mit uns drei Trainern. Eine spezifische Spielvorbereitung machen wir mit der U23 dabei nicht. Wir haben den Luxus, dass wir unsere Spielidee verfolgen, unabhängig vom Gegner. Im Spiel versuchen wir dann, davon ausgehend, für alle Varianten eine Lösungsmöglichkeit zu finden.

-Welches Ziel haben Sie sich für den Rest der Saison gesteckt?

Das Ziel bleibt gleich. Wir denken von Spieltag zu Spieltag, versuchen die Spieler vorwärts zu bringen, die Abläufe noch mehr zu automatisieren, und das geht nur über Wettkampfpraxis.

-Welchem Spieler trauen Sie denn im Frühjahr den Sprung zu den Profis zu?

Kevin Hingerl ist im Moment ganz nah dran. Er hat sich in den letzten Spielen sehr stabilisiert.

-Zum Abschluss geht es zum Tabellen-15. nach Deggendorf. Sie stammen aus der Gegend. Was kommt da in Niederbayern auf Sie zu?

Für die Deggendorfer ist das ein wichtiges Spiel, sie brauchen Punkte, um sich Abstand zur Abstiegszone zu verschaffen. Ich erwarte einen Gegner, der sich mit Händen und Füßen wehrt.

Das Gespräch führte Umberto Savignano.

Quelle: fussball-vorort.de

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