Klosterer düpieren Meister

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SV Seligenporten - Der SV Seligenporten hat mit einem 3:0 (1:0)-Sieg gegen den Angstgegner FC Ismaning seinem Coach Karsten Wettberg das passende Geschenk zu dessen 100. Spiel beim SVS bereitet. Zudem setzte die Heimelf ihren Erfolgslauf der letzten Wochen fort.

Die Klosterer waren vom Anpfiff weg vom Willen beseelt, der schwarzen Serie gegen den FCI mit sechs Niederlagen hintereinander ein Ende zu machen. Bereits nach 120 Sekunden setzte Dominik Stolz mit einem Heber, der das Tor nur knapp verfehlte, ein erstes Zeichen. Doch der nur auf Platz zehn rangierende und somit unter Zugzwang stehende amtierende Meister aus Ismaning mochte diesem Treiben nicht untätig zuschauen. Nach einem Zuckerpass des mit Eleganz und feiner Technik gesegneten Mijo Stijepic auf Uli Fries landete die Kugel schließlich bei Andreas Fleischmann. Der aber machte den Hausherren einen unfreiwilligen Gefallen und jagte das Leder aus 11 Metern neben das von Dominik Brunnhübner gehütete Tor. Im weiteren Verlauf entwickelte sich ein intensives von viel Laufbereitschaft geprägtes Spiel, in dem beide Teams ihre Chancen verzeichneten. So musste Brunnhübner gegen Fries und Stijepic klären. Der SV Seligenporten seinerseits verpasste nach einem Hinterhaltsschuss von Dominik Räder die mögliche Führung.

Diese erarbeitete sich die Wettberg-Elf dann aber unmittelbar vor dem Pausensignal. Bei einem Zweikampf wurde Bernd Rosinger im Strafraum zu Fall gebracht, sodass dem Schiedsrichter Steffen Grimmeisen nichts anderes übrig blieb, als auf Elfmeter zu entscheiden. Wie schon am vergangenen Wochende beim SC Eltersdorf nutzte Kapitän Florian Schlicker die Gunst des Augenblickes und verwandelte zum 1:0. „Ich habe keine Lieblingsecke, sondern schaue immer darauf, welche Ecke der Torwart anbietet“, lüftete „Schlicko“ sein Geheimnis, warum er in der Bayernliga bei bisher neun Anläufen ohne Fehlversuch blieb.

Zu Beginn des zweiten Durchganges bauten die Gäste mächtig Druck auf und setzten sich zunächst in der SVS-Hälfte fest. Doch so schön das variabel gestaltete Offensivspiel des FCI auch anzusehen war, es blieb ohne Wirkung. Dies lag vor allen Dingen daran, dass die Abwehr der Klosterer konzentriert zu Werke ging und keinen Zweikampf scheute. Mit fortschreitender Spieldauer bekam der SVS wieder besseren Zugriff auf die Partie. Als nach einem Doppelpass zwischen Rosinger und Stolz letzterer zum Schuss kam, klärte Abwehrmann Alexander Weiser in höchster Not zu Ecke. Diese Unterbrechung nutzte Wettberg für einen folgenschweren Wechsel. Denn etwa 15 Sekunden später verwertete der soeben in die Partie gekommene Christian Pollinger seine erste Ballberührung optimal und köpfte die von Marian Faltermeier getretene Ecke zum vorentscheidenden 2:0 (70.) ein.

Nur eine Zeigerumdrehung später hätte Pollinger gegen den geschockten Titelverteidiger nachlegen können, scheiterte aber am aufmerksamen Torhüter Emilio Pingitore. In der 82. Minute aber versagten alle seine Fangkünste. Der an der linken Strafraumkante stehende Dominik Räder entschloss sich dazu, denn ihm entgegenfliegenden Ball volley abzufassen. Ob Absicht oder nicht, jedenfalls traf er das Spielgerät so, dass es unhaltbar zum 3:0 in die lange Ecke einschlug.

Mit nun 34 Zähler hat sich der SV Seligenporten eine hervorragende Ausgangsposition für die restliche Spielzeit geschafften und kann beruhigt in die Winterpause gehen.

Stimme zum Spiel von Karsten Wettberg, Trainer des SV Seligenporten: „Ich muss meinem Team für diese Leistung allerhöchsten Respekt aussprechen. Das Tor von Pollinger hat das Spiel entschieden. Wenn mir vor sechs Wochen jemand gesagt hätte, dass wir mit 34 Zähler in die Winterpause gehen, dann hätte ich es nicht geglaubt.“

Quelle: fussball-vorort.de

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