Höß haut mal wieder kraftvoll auf den Tisch

Höß: "Was von der Bank kommt, reicht mir nicht.“

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Darf von Anfang an ran: Michael Funk soll in Nördlingen für gelb-blaue Tore sorgen. kra

FC Pipinsried - Ball verkehrt in den Dachauer Landen: Der FC Pipinsried spielt in der Fußball-Landesliga nur noch die zweite Geige. Hinter dem TSV 1865 Dachau.

Daher hat Konrad Höß vor dem Match in Nördlingen (Samstag, 15.30 Uhr) kräftig auf den Tisch gehauen.

Der Oberhäuptling des FCP gönnt anderen durchaus ihre Erfolge, auch den Dachauern. „Marcel Richter hat in den letzten Jahren hervorragende Arbeit geleistet und wird jetzt dafür belohnt“, lobt Höß. Sein Dorfclub rangiert zur Zeit auf Platz sieben (23 Punkte), die Amperstädter direkt davor (24 Punkte). Mehr noch, wenn er über die Leistung der Rot-Weißen gegen die TSG Thannhausen (3:1) zu sprechen kommt, gerät der FCP-Boss regelrecht ins Schwärmen: „Die laufen sich die Lunge aus dem Leib und attackieren kompromisslos auf jeder Linie.“

Genau diese Leidenschaft vermisst Höß bei seinen eigenen Mannen: „Die Elf hat sich eigentlich immer nur in den Pokalspielen richtig reingehängt, in den Punktepartien versucht sie, die Sache mit links zu erledigen.“

Am Dienstag fand eine Teamsitzung statt. Höß hatte wieder einmal einen großen Auftritt. „Ich habe mit klaren Worten meine Meinung gesagt“, berichtet der 71-Jährige. Auch zur Kaderplanung. „Wir werden uns im Winter verstärken“, verspricht Höß und begründet: „Was von der Bank kommt, reicht mir nicht.“

Wobei er von dieser Kritik ausdrücklich Michael Funk, Sebastian Hüttner und Alexander Uselmann ausnimmt. Stattdessen nennt er Namen wie Shpetim Sulimani oder Yilmaz Kinaci. Nicht ohne sofort hinzuzufügen: „Wenn ein Spieler im Winter geht, dann nach den Regularien des Bayerischen Fußballverbands. Wir haben nichts zu verschenken.“ Sprich: Höß wird eine Vergütung entsprechend der BFV-Richtlinien verlangen.

Unter der Woche kritisierte der FCP-Präsident die Aufstellungspolitik seines Trainers. Insbesondere mit den Offensivformationen war er nicht zufrieden: „Junis Ibrahim leistet mir zu wenig und auch Dominik Schön hat viel mehr drauf, als er derzeit zeigt.“

Tobias Strobl scheint im wesentlichen die Ansichten seines Chefs zu teilen. Dass ihm die offensive Ausbeute seiner Elf angesichts ihrer spielerischen Dominanz nicht ausreicht, beklagt der Ingolstädter seit Wochen. Immer wieder fordert er mehr Konzentration, mehr Biss und „Torgeilheit“.

Im Match gegen Nördlingen wird es auf Pipinsrieder Seite Umstellungen geben: Michael Funk und Thomas Schreiner bilden die Doppelspitze, Michael Holzhammer darf sich ausruhen. Strobl feierte gestern seinen 25. Geburtstag. Was er sich gegen Nördlingen von seiner Elf wünscht, liegt auf der Hand: „Einen Sieg.“ Klar, dass damit auch sein Boss zufrieden wäre. Denn dann könnte der FCP wieder an den Dachauern vorbei ziehen. kra

Quelle: fussball-vorort.de

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