Kopfballungeheuer Faber stiehlt den Teschkes die Show

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Andreas Faber, der Kopf der Woche.

FC Unterföhring - Eigentlich sollte es das Spiel Teschke gegen Teschke werden. Doch einer stahl dem Brüder-Duo die Show. Im Mittelpunkt stand mit Andreas Faber jener Akteur, der seinen FCU mit beiden Treffern zum 2:1-Sieg geführt hatte.

Eigentlich waren die Hauptrollen ausnahmsweise für die Trainer reserviert. Hatten sich doch bei der Landesliga-Begegnung SV Pullach gegen den FC Unterföhring die Gebrüder Carsten und Dirk Teschke als Trainer ihrer Teams im direkten Duell gemessen. Dann aber war es doch so, wie es nach einem Fußballspiel auch sein sollte. Im Mittelpunkt stand mit Andreas Faber jener Akteur, der seinen FCU mit beiden Treffern zum 2:1-Sieg geführt hatte. Auf den Punkt hatte es ein Pullacher Anhänger gebracht: „Immer die Klappe offen, der Faber, aber so einen Fußballer haben wir leider nicht.“

Mit den ersten Toren nach seiner Rückkehr im Winter deutete der Sohn von Vorstand Franz Faber an, wie wertvoll diese Personalie im Kampf um die Saisonziele noch werden kann. Nach nur einem halben Jahr war der 23-jährige Offensiv-Akteur aus der Bayernliga zu seinem Stammverein zurückgekehrt. Eines zumindest ist in diesen sechs Monaten beim TSV Buchbach aber doch haften geblieben. Bis dahin war eines der augenscheinlichsten Defizite des spielstarken „Zehners“ das ausbaufähige Kopfballspiel.

„Diese drei Punkte können jetzt ein Befreiungsschlag sein“

Angesprochen auf seinen Kopfballtreffer zum 0:1 am Samstag erklärte er nun, dass er dies dem Buchbacher Trainer Anton „Bobenstetter zu verdanken“ habe. Dieser hatte ihm offenbar Extra-Schichten am, in Fußballer-Kreisen von jeher äußerst beliebten, Kopfball- Pendel verordnet. Seine ganze fußballerische Klasse bewies Faber dann mit dem Siegtreffer in der Schlussphase, als er dem bis dahin vorzüglich haltenden Pullacher Schlussmann Gil Shohat mit einem feinen Heber keine Chance ließ. „Diese drei Punkte können jetzt ein Befreiungsschlag sein“, hofft Faber. Denn im bisherigen Saisonverlauf ist die mangelnde Konstanz das größte Problem des FC Unterföhring.

Dementsprechend hatte FCU-Coach Dirk Teschke nach einer 2:3-Pleite in Gundelfingen zwei Wochen zuvor davon gesprochen, dass „die letzten zehn Saisonspiele jetzt als Vorbereitung auf die Relegation“ angegangen würden. Mutig widerspricht der junge Faber seinem Trainer selbstbewusst. Er wolle „auf jeden Fall noch Achter werden“ und damit eine verkürzte Sommerpause vermeiden. Obwohl er nun wieder vermehrt die Hauptrolle übernehmen will. Selbst wenn sie einmal nicht für ihn vorgesehen ist.

Quelle: fussball-vorort.de

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