Shotting-Star Staudigl im Interview: von der Kreisklasse in die BOL

Matthias Staudigl
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Matthias Staudigl schaffte den Sprung von der Kreisklasse in die BOL.

TSV Eching - Mathias Staudigl ist, wenn man so will, der Shooting-Star 2011 beim TSV Eching. Der 21-Jährige hat nämlich das geschafft, was beim BOL-Spitzenreiter nur den wenigsten Nachwuchsspielern gelingt.

Nach zwölf Jahren Ausbildung in der Zebra-Jugend und zwei Jahren Eingewöhnung an den Herrenbereich in der Reserve meisterte der Berufsschüler nun den Sprung in die erste Mannschaft. Während sich der Offensiv-Spieler in der Hinrunde noch mit sieben Kurzeinsätzen begnügen musste, belohnte Trainer Ivo Bacic das Eigengewächs für eine bärenstarke Winter-Vorbereitung und beorderte den gebürtigen Echinger vier Mal in die Startelf. Im Tagblatt-Interview spricht der ruhige Zeitgenosse über das kommende Heimspiel gegen den SC Kirchheim (Sa, 17 Uhr) und wahrgewordene Kindheitsträume.

In der Hinserie waren Sie neu im BOL-Team und taten sich zunächst recht schwer. Mehr als ein paar Joker-Einsätze sprangen nicht heraus. Woher kam die Leistungsexplosion in der Winterpause?

Staudigl: Zuerst war es eine Riesenumstellung von der zweiten auf die erste Mannschaft, denn vier Ligen Unterschied sind schon ein großer Schritt. Ich habe ein wenig gebraucht, um reinzufinden und mich an das schnellere Tempo zu gewöhnen. In der Vorbereitung ist dann der Knoten geplatzt.

Nun winkt der Stammplatz. Wie nah sehen Sie sich selbst an der A-Elf?

Staudigl: Ich habe ein bisschen von den Verletzungen der anderen profitiert. Wenn alle wieder fit sind, werde ich es schwer haben, immer von Beginn an zu spielen. Aber Ivo Bacic (Trainer) und Romeo Edsperger (Co-Trainer) sprechen viel mit mir. Sie schenken mir ihr Vertrauen und setzen auf mich. Ich habe noch viel vor.

Neben Manuel Joos (19, ein Saison-Einsatz) sind Sie das einzige Eigengewächs im BOL-Kader. Setzt der TSV zu wenig auf die eigene Jugendarbeit?

Staudigl: Der Schritt ist einfach sehr schwer zu schaffen. Die A-Jugend spielt in der Kreisliga und die zweite Mannschaft in der Kreisklasse. Das ist schon ein großer Unterschied im Vergleich zur Bezirksoberliga. Ich bin stolz, dass ich so weit gekommen bin, auch wenn ich einen so großen Sprung in der Winterpause selbst nicht erwartet hätte.

Zwischenzeitlich sah es so aus, als wäre Euch der direkte Aufstieg nicht mehr zu nehmen gewesen. Doch nach dem Remis in Dachau beträgt der Vorsprung auf Ampfing nur noch vier Punkte. Werdet ihr noch einmal nervös?

Staudigl: Wir beschäftigen und gar nicht so sehr mit der Tabelle und schauen nur auf uns. Wir haben es selbst in der Hand. Zu Hause gegen Kirchheim müssen wir wieder zu unserem Spiel finden und Konstanz hineinbekommen. Der Aufstieg ist unser großes Saisonziel, und dazu müssen wir jetzt jedes Spiel gewinnen. Das wäre mein bisher größter sportlicher Erfolg.

Welche Ziele haben Sie sich noch vorgenommen als Fußballer?

Staudigl: Ich bin seit 14 Jahren im Verein und habe von Anfang an davon geträumt, Stammspieler in der ersten Mannschaft zu werden wie früher schon mein Vater Reinhold. Das möchte ich erreichen, dann schaue ich weiter. Für mich als Stürmer wäre ein Tor in der BOL natürlich auch schön.

Quelle: fussball-vorort.de

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