Eching-Keeper Kozel: "Will so hochklassig wie möglich spielen!"

Es gibt noch Steigerungspotenzial: Echings Schlussmann Ferdinand Kozel sieht seine Leistung selbstkritisch. Foto: Gleixner

TSV Eching – Der vielumworbene Stammkeeper Ferdinand Kozel verlängert um ein Jahr und bleibt den Zebras somit in der Landesliga erhalten.

Ein Meilenstein für den frischgebackenen BOL-Champion, gilt Kozel doch als eines der größten Torwart-Talente im Landkreis. Der gebürtige Freisinger Kozel kam vor zwei Jahren von seinem Jugendverein SE Freising zum TSV und avancierte prompt zum Stammspieler. Trotz seiner erst 21 Jahre gilt der angehende Industriedesign-Student als einer der Garanten für den Echinger Wiederaufstieg und machte mit starken Leistungen auch über die Landkreisgrenzen hinaus von sich Hören. Freund und Teamkollege Thomas Edlböck bezeichnet den 1,90-Mann liebevoll als „trainingsbesessenes Tier“ und hält ihn für den „wohl fittesten Torwart der Liga“.

Im Tagblatt-Interview vor dem finalen Heimspiel gegen die TuS Geretsried (Sa, 15 Uhr, Willi-Widhopf-Stadion) blickt Kozel auf eine überaus erfolgreiche Saison zurück und verrät, was ihn als „Vollblut-Echinger“ von seinem Herzensverein abbringen könnte.

-Herzlichen Glückwunsch zur Meisterschaft! Wie schwer war der Weg zum Titel?

Kozel: Nominell hatten wir die stärkste Mannschaft der Liga mit vielen Hochkarätern. Aber gerade in der Rückrunde hatten wir Schwierigkeiten unser Leistungsvermögen auszuschöpfen und mussten uns auf unser Glück verlassen. Nach der Niederlage zu Hause gegen Kirchheim (0:1, Anm. d. Red.) gab es eine Krisensitzung, das war der Wendepunkt und hat uns noch einmal zusammengeschweißt.

-Was war ihr persönliches Saison-Highlight?

Kozel: Das Last-Minute-Tor von Fabi Hrgota gegen Deisenhofen. Zu diesem Zeitpunkt hat keiner mehr an den Sieg geglaubt, da ist die Freude umso größer. Das war auch ein Big Point auf dem Weg zur Meisterschaft.

-Sie sind inzwischen seit zwei Jahren beim TSV. Wie kam damals der Wechsel zu Stande?

Kozel: Ich kam frisch aus der Jugend und hatte sofort einen Andreas Sczudlek vor mir. Das war natürlich schwer für mich, an ihm vorbeizukommen. Ich habe dann selbst Kontakt zu Eching aufgenommen und habe sie von mir überzeugt.

-Welche Rolle nehmen Sie im Team ein?

Kozel: Ich bin trotz meiner Jugend ein Führungsspieler geworden und organisiere die Abwehr von hinten heraus. Laute Anweisungen gehören zu meinem Spiel.

-Wie zufrieden sind Sie mit Ihrer eigenen Saisonleistung?

Kozel: Es war zwar eine ganz ordentliche Runde, aber vollkommen zufrieden bin ich nicht. Es gibt noch Steigerungspotenzial. Beispielsweise muss ich noch lernen, besser mit Rückschlägen umgehen zu können. Ich setze selbst sehr hohe Maßstäbe an mich an und bin sehr ehrgeizig und selbstkritisch. Jedes Training gehe ich mit dem Willen an, mich zu verbessern.

-Welche Ziele haben Sie noch als Fußballer?

Kozel: Ich möchte so hochklassig wie möglich spielen. Ich bin zwar Vollblut-Echinger geworden, aber wenn die Möglichkeit da ist, höherklassiger zu spielen, würde ich das Angebot wohl annehmen. Das ist mein eigener Anspruch.

Interview: Dominik Wagner

Quelle: fussball-vorort.de

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