Die Lage für Kurz wird immer ernster

Unter Hochspannung: Marco Kurz haderte mit dem Schiedsrichter.
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Unter Hochspannung: Marco Kurz haderte mit dem Schiedsrichter.

FC Ingolstadt - Wie ernst die Lage ist, offenbarte die rasche Stellungnahme von Thomas Linke. Nach dem 0:1 bei 1860 beeilte sich der Ingolstädter Sportdirektor mit einem Bekenntnis zum Trainer.

„Es geht auf jeden Fall mit Marco Kurz weiter“, beteuerte der frühere Profi des FC Bayern: „Ich habe eine deutliche Leistungssteigerung gesehen.“ Tatsächlich haben sich die Ingolstädter sichtlich bemüht, am Ende standen sie aber wieder mit leeren Händen da. „Wir haben heute eine gute Reaktion und Herz gezeigt“, befand Kurz. Doch ändert dies nichts an der verheerenden Startbilanz.

Vier Spiele, vier Niederlagen – in der Branche Profifußball wird da beinahe automatisch darüber nachgedacht, ob es nicht besser sei, den Trainer zu wechseln. Und so ließ sich schon vor dem Derby in München eine große Boulevardzeitung zu der Schlagzeile inspirieren: „Wird Kunz von 60 wieder gefeuert?“ Der Schwabe, der sechs Jahre für die Sechziger in der Ersten Liga spielte, war einst als 1860- Trainer (2007 bis 2009) nach zwei nicht gerade vom Erfolg gesegneten Jahren gescheitert.

Die Hochspannung, unter der Kurz momentan seht, entlud sich gestern nur einmal. Und zwar war das beim Eigentor zum 0:1, als Ingolstadts Trainer sich wild brüllend dem Schiedsrichter zuwandte. Er wollte im Strafraum ein Stürmerfoul von Benny Lauth gesehen haben. Wie auch immer, die Partie stand erneut unter einem unglücklichen Stern für Kurz. Auch wenn er beim kommenden Heimspiel gegen Bielefeld weiter auf der Ingolstädter Trainerbank sitzen dürfte. Sein Kollege Alexander Schmidt erklärte in der Pressekonferenz: „Marco wünsche ich alles Gute.“ Ein solidarische Geste war das. In ihr schwang wohl auch die Sorge mit, das Kurz vor schweren Zeiten steht.

Quelle: fussball-vorort.de

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