Landshut findet Antwort auf jedes VfR-Tor

Hellwach bis zum Schluss: Landshut (schwarz) beschäftigt Garching und verdient sich einen Punkt.
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Hellwach bis zum Schluss: Landshut (schwarz) beschäftigt Garching und verdient sich einen Punkt.

VfR Garching - Garchings ungeschlagene Kicker halten die Serie in der Bayernliga. Aber das 3:3 (1:1) gegen die SpVgg Landshut war ein Rückschlag.

Auf dem Papier war das Duell der Garchinger gegen Landshut eine klare Sache. Und wären noch Fragen offen gewesen, schienen diese nach elf Minuten beantwortet. Kapitän Dennis Niebauer erkämpfte sich im Mittelfeld den Ball, schickte Stefan Prunitsch auf die Reise und Sekunden später zappelte das Leder im langen Eck. Doch dann kam alles ganz anders, weil sich der VfR zu sicher war und zu wenig tat. Garching wirkte ein bisschen wie ein Eichhörnchen, dass seine Nüsse schon in ausreichender Zahl vergraben hat und tiefenentspannt auf die bevor stehende Winterruhe wartet.

So kamen viele Dinge zusammen, die es sonst beim VfR nicht zu sehen gibt. Einerseits unterliefen den Garchingern viele Fehlpässe und andererseits unnötige Fouls. Eines dieser Vergehen wurde dann auch mit dem 1:1 fünf Minuten vor der Pause bestraft. Stefan Gebhardt durfte bei der Freistoßflanke aus dem Halbfeld ungestört einköpfen. Das Ergebnis ging so auch in Ordnung nach 45 Minuten. Trainer Daniel Weber stand da kurz vor der Explosion. Er erkannte seine Schützlinge gestern kaum wieder, was nicht nur an den für Heimspiele ungewohnten roten Trikots lag. In der Kabine erwärmten sich die Garchinger Kicker nicht nur mit Tee, sondern bekamen auch Feuer vom Trainer.

Offensichtlich hat Weber den richtigen Ton getroffen, denn auf den Platz kam wieder die Mannschaft, die zuletzt zur uneingeschränkten Spitzenmannschaft der Bayernliga avancierte. Wenn der VfR schnell und direkt spielte, hatten die Niederbayern große Probleme. Chancen ergaben sich der Reihe nach. Zwischenzeitlicher Höhepunkt war in der 61. Minute der Lattenknaller von Georg Ball. Spätestens jetzt war das neuerliche Führungstor überfällig. In der 65. Minute war es dann soweit und was war das für ein schönes Tor! Dennis Niebauer gab den Steilpass ab, nachdem zwei Mann auf den Keeper zuliefen.

Oliver Hauck legte quer und Sorosh Hamid musste 40 Sekunden nach seiner Einwechslung beim ersten Ballkontakt nur noch den Fuß hinhalten. Doch Landshut antwortete mit einem Hammer. Der erste Torschuss der zweiten Hälfte von Biermeier war ein Knaller aus gut 25 Metern ins Kreuzeck. Den VfR traf das Traumtor tief ins Mark, denn nun gab es wieder das Fehlpassgekicke der ersten Hälfte. Aber einen Schuss hatte der VfR noch in der 86. Minute. Erst spielte er schnell, dann wurde gestochert und Sorosh Hamid machte seinen zweiten Treffer. Mit dem zweiten Schuss der Gäste gab es dann aber noch das 3:3 in einem ganz seltsamen Match.

Quelle: fussball-vorort.de

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