Leitl: "Wir waren eigentlich chancenlos"

Eine der wenigen Chancen für den BCF vergab in Burghausen Basti Pummer (re.). Später schied Farchets Stürmer mit Verdacht auf Bänderriss aus.
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Eine der wenigen Chancen für den BCF vergab in Burghausen Basti Pummer (re.). Später schied Farchets Stürmer mit Verdacht auf Bänderriss aus.

BCF Wolfratshausen - Am Wahlsonntag entschied sich der BCF Wolfratshausen bei der Frage Mittelfeld oder Abstiegskampf für die unatttraktivere der beiden Varianten. Farchet unterlag der Reserve von Wacker Burghausen klar mit 0:3

Die Wolfratshauser waren im Inn/Salzach-Kreis Leidtragende einer alten Fußballer- Weisheit. Nämlich der, dass neue Besen eine verbesserte Kehrfunktion versprechen. So wirkte sich der Trainerwechsel bei Wackers Erster Mannschaft bis hinunter zum Bayernliga-Unterbau aus. Ein erhöhtes Trainingspensum machte den Wacker- Spielern Beine und sorgte für eine Leistungssteigerung.

Und schlecht aufgestellt war die zweite Garde trotz des zeitgleichen Drittliga-Termins auch nicht. Sechs Kicker aus dem Kader der Ersten standen in der Startelf gegen den BCF. „Die haben richtig Musik gemacht“, meinte Reiner Leitl. Der BCF-Trainer erkannte die Überlegenheit der Gastgeber auf sachliche Art an. „Wir waren eigentlich chancenlos.“ Der Zusatz „eigentlich“ zielte auf die Anfangsphase der ansonten einseitigen Begegnung. Wolfratshausen hatte in den ersten 20 Minuten zwei richtig gute Chancen durch Basti Pummer und Marley Amanquah. „Wenn wir die machen, siehts vielleicht anders aus“, orakelte Leitl.

Tat es aber nicht. Vielmehr kam es noch viel schlimmer. Unmittelbar vor dem Treffer zum 0:1 schied Pummer mit Verdacht auf Bänderriss aus. Ein heftiger Schlag ins Kontor des personell ohnehin gebeutelten Vereins aus dem Oberland. Die Schock-Melange aus Verletzung und Rückstand brachte die Gäste komplett aus dem Konzept. Leitl räumte ein, der knappe Rückstand zur Pause sei glücklich gewesen. Lange dauerte es dennoch nicht, ehe Burghausen den Deckel auf die Partie setzte, Ein Doppelschlag in der Anfangsphase des zweiten Spielabschnitts beraubte Farchet aller Illusionen.

„Wir haben keinen Zugriff auf dieses Spiel bekommen“, bilanzierte Leitl. Der 53-Jährige bedauerte, dass seine Schützlinge es derzeit nicht hinbekommen, nach einem „guten Spiel nachzulegen“. Vieles, was in der Vorwoche noch gut funktioniert hatte, kam diesmal über Ansätze nicht hinaus. Man habe das gute Match gegen Schwabmünchen „nicht über die Woche transportieren können“, hielt Leitl fest. Am kommenden Sonntag erhöht sich nun schon der Druck auf die Wolfratshauser: In Affing steht für den BCF dann eine Art Kellerduell an.

Quelle: fussball-vorort.de

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