Fontana: "Es war einfach nicht mehr drin"

+
Wilson Onyemaeke und Tobias Heinzinger fehlten im Sturm.

SC Fürstenfeldbruck – Der diesjährige Totopokalwettbewerb ist für den SC Fürstenfeldbruck beendet, bevor er richtig losgegangen ist. In der ersten Qualifikationsrunde war gestern Abend beim SV Mering bereits Endstation.

Von Andreas Daschner

Die Brucker Rumpftruppe unterlag mit 3:4 (1:0). „Ich muss momentan schon froh sein, wenn ich überhaupt zwölf oder 13 gesunde Spieler zusammen bekomme“, klagte SCF-Trainer Roberto Fontana.

Zahlreiche Blessuren haben den Kader auf ein Minimum ausgedünnt. Ältester Spieler in der gestrigen Startelf war Torhüter Michael Beck mit 23 Jahren. Den Reservisten reichte unterdessen auch eine zwischenzeitlich 3:0-Führung nicht zum Weiterkommen. Neuzugang Marco Leszynski erzielte zwar zwei Tore, vergab in der 75. Minute aber auch einen Elfmeter. Die Gegentore fielen allesamt in den letzten 20 Minuten.

Als wichtigste Erkenntnis des missglückten Pokalauftritts bleibt damit festzuhalten, dass der zweite Anzug stellenweise noch arg zwickt. Vor allem Spielmacher Christian Lippert und Tobias Heinzinger fehlte als Ideengeber im Mittelfeld. Im Sturm war Lesczynski ohne Wilson Onyemaeke und Patrick Feicht auf sich alleine gestellt und hing über weite Strecken in der Luft. Zweimal musste Beck mit glänzenden Reaktionen einen Rückstand vermeiden.

Die Brucker feuerten ihren ersten Torschuss erst in der 26 Minute ab: Christian Mühlberger verfehlte aber das Tor. Die erste ernstzunehmende Torchance gab es gar erst in der 31. Minute – bezeichnenderweise aus einer Standardsituation und zudem einer Unsicherheit des Meringer Torhüters geschuldet.

Positiv festzuhalten bleibt lediglich die Phase zwischen der 45. und der 66. Minute, in der die Brucker ihre Führung herausschossen. Erst gelang Alexander Hollering fast mit dem Pausenpfiff per Kopfball die Führung. Nach dem Seitenwechsel schraubte Lesczynski die Führung mit seinem Doppelpack auf 3:0.

Doch trotz der klaren Führung kam keine Sicherheit ins Brucker Spiel. Im Gegenteil: Die Meringer kamen im Dutzend zu besten Torchancen. Dabei mussten die Gastgeber in der Schlussviertelstunde nach einer Ampelkarte sogar mit nur noch zehn Mann auskommen. Weil die Brucker aber stehend K.O. waren, reichten die zehn Mann aus. In der Schlussminute gelang den Meringern der Siegtreffer. „Mit so vielen Verletzten war einfach nicht mehr drin“, sagte Fontana.

Quelle: fussball-vorort.de

Auch interessant

Kommentare