BCF zu lieb für böse Aichacher ?

Augen zu und durch: Im letzten Punktspiel des Jahres bekommen es Oskar Kretzinger (re.) und der BCF Wolfratshausen heute Nachmittag im Isar-Loisach-Stadion mit dem Landesliga-Favoriten BC Aichach zu tun. foto: hans lippert

BCF Wolfratshausen - Die Winterpause ist für viele angeschlagene Kicker des BCF Wolfratshausen ein wahrer Segen.

Nichtsdestotrotz möchten die Farcheter heute gegen den BC Aichach das Spieljahr mit einem Husarenstück abschließen.

VON OLIVER RABUSER

Wolfratshausen – Das heutige Aufeinandertreffen lässt sich ohne Weiteres dem biblischen David-Goliath-Vergleich zuordnen. Hier der BCF mit begrenzten finanziellen Mitteln, entwicklungsfähigen Talenten aus der Region und der ungewissen Ligazugehörigkeit vor Augen. Dort das hoch dekorierte Ensemble aus dem Wittelsbacher Land mit dem für einen Aufsteiger qualitativ überbestückten Kader, den ehemaligen Bezahl-Fußballern und der klaren Aussage, den Sprung in die Regionalliga angehen zu wollen. Da brauchen die Vorzeichen dieser Begegnung nicht eigens diskutiert zu werden.

Und doch: Unschlagbar oder gar in einer spielerisch anderen Welt sind die Aichacher nicht. Den erhofften Spitzenplatz beansprucht seit längerem die Reserve von Wacker Burghausen für sich, und der Konkurrenz enteilt der BCA auch nicht so leicht. Hätte Farchet die ins neue Spieljahr verlegte Auswärtsaufgabe in Schwabmünchen bewältigt, stünden gerade mal zwei Zähler Differenz zwischen beiden Teams. Dass der Abstand freilich extrem schnell sehr groß werden kann, mussten die Wolfratshauser im Hinspiel leidvoll erfahren. Ein Qualitätsunterschied in Standardsituationen bescherte dem BCF eine satte 0:4-Klatsche. Nicht nur deswegen schätzt Steffen Galm die Schwaben als „sehr stark und gefährlich“ ein. Doch hat die Vielzahl der Spieltage auch gezeigt: Der Gegner ist verwundbar. Zuletzt fuhr die Elf von Ivan Konjevic wieder zwei Dreier ein, in den Wochen zuvor aber setzte es die Mehrzahl der bislang fünf Niederlagen.

Außerdem hat Galm bislang zehn BCA-Platzverweise gezählt, was ihn zu der Erkenntnis bringt: „Sie verschaffen sich Respekt.“ Und der Farcheter Trainer kommt deshalb zu der Schlussfolgerung: „Heute trifft die liebste auf die aggressivste Mannschaft der Landesliga.“ Gleichwohl wollen die BCF-Fußballer nicht ins Duckmäusertum verfallen. Der Trainingsfleiß habe gezeigt, dass seine „Jungs richtig Lust haben, diesen Gegner zu ärgern“. Galm schränkt jedoch ein, man bekomme dieses Vorhaben nur „als Team“ hin.

Dem Trainer steht fast der komplette Kader zur Verfügung. Die einzige Absenz schmerzt jedoch gewaltig: Matthias Hartmann wird dem BCF einer Muskelverletzung wegen bei Standards mit seiner Kopfballstärke abgehen.

BCF Wolfratshausen: Demmel – Re. Akgül, Kasperek, Kretzinger, Rauch, Fischer, Taffertshofer, Pummer, Panholzer, Amanquah, Schuhmann; Daschil, Schattschneider, Hohberg, Höferth, M. Pföderl, T. Pföderl, Wildgruber.

Quelle: fussball-vorort.de

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