Liedl nervt die Mentalität der Pullach-Spieler

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Liedl:  „Es kommt darauf an, welche Ziele man hat. Und wir wollen unter die ersten zwei. Das wäre auch machbar, es ist keine Übermannschaft dabei.“

SV Pullach - Einen Ausrutscher sollten sich die Fußballer des SV Pullach im letzten Spiel des Jahres, am Samstag (14 Uhr) zuhause gegen den FC Ergolding nicht erlauben, wenn sie Theo Liedl noch einigermaßen milde stimmen wollen.

„Alles andere als drei Punkte wäre sehr, sehr negativ. Da gibt es gar keine Diskussion“, stellt der SVP-Manager klar. Für Liedl ist der bisherige Saisonverlauf ohnehin „enttäuschend“.

Platz drei mit 36 Punkten nach 20 Spielen: Das liest sich eigentlich gar nicht so schlecht. Doch Liedl kontert: „Es kommt darauf an, welche Ziele man hat. Und wir wollen unter die ersten zwei. Das wäre auch machbar, es ist keine Übermannschaft dabei.“ Allerdings, so der 49-Jährige weiter: „Garching und Freising, die vor uns liegen, sind konstanter. Die verlieren auch mal ein Spiel, aber nicht zwei hintereinander. Wir schwächeln einfach öfter als die anderen.“

Vor allem in den direkten Duellen: Nicht nur gegen das Spitzenduo ging der SVP leer aus, sondern meist auch, wenn eine Partie gegen einen unmittelbaren Verfolger anstand, wie gegen Kirchheim, Waldkirchen oder zuletzt beim 0:1 in Passau. In der Drei-Flüsse-Stadt gab es an der Leistung eigentlich, bis auf die Chancenauswertung, nicht viel auszusetzen, doch am Ende gingen die Raben wieder leer aus. „Wir haben alle Schlüsselspiele verloren. Und deshalb entspricht die Tabelle auch dem Leistungsstand. Das muss man akzeptieren“, so Liedl.

Auf der Suche nach den tieferen Ursachen tappt er allerdings im Dunkeln. „Von den Einzelspielern her sind wir sicher nicht schlechter als die anderen Spitzenteams. Aber die Mentalität stimmt nicht. Geht’s, ist es gut, geht’s nicht, ist es auch gut, dann verlieren wir halt. Wenn fünf Leute diese Einstellung haben, kannst du nicht gewinnen. Es fehlt am unbedingten Willen, aber woran das liegt, ist schwer zu sagen.“

Allein schon, um gegen Ergolding diesen Willen aufs Feld zu bringen, wird Jochen Schinagel wieder von Beginn an spielen. Der 38-jährige Stürmer ist in Sachen Einstellung ein Vorbild und soll das Team mitziehen. Fehlen wird hingegen Maximilian Schuster wegen eines Muskelfaserrisses. um

SV Pullach: Shohat - Königer, Heckel, Malige, Beierkuhnlein, Purschke, Schuff, Roth, Cukur, Akkurt, Schinagel

Quelle: fussball-vorort.de

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