Ab März gibt’s mehr Pressing

Ein Trainer, der sich hinterfragt: BCF-Coach Reiner Leitl gibt nach einer Phase, in der er sich mit Rücktrittsgedanken trug, wieder klar den Takt beim Fußball-Bayernligisten an. Foto: Archiv

Wolfratshausen - BCF-Trainer Reiner Leitl über zu hohe Erwartungen und verschärfte Konditionsarbeit nach Weihnachten

Wolfratshausen - 40 Punkte benötigt ein Fußballverein im Regelfall, um sich vom Abstieg abzuwenden. So sagt man seit der Einführung der Drei-Punkte-Regel. Doch stimmt das immer? Der BCF Wolfratshausen überwintert nach 21 von 34 Spielen und 24 Punkten nahe der Abstiegszone. Reiner Leitl mutmaßt, es könnten angesichts der in der Bayernliga Süd vorherrschenden Ausgeglichenheit im Schlussspurt an die 45 Zähler notwendig sein, um auf der sicheren Seite zu sein. Farchets Cheftrainer zieht mit BCF-Reporter Oliver Rabuser ein Fazit über die Herbstrunde.

-Herr Leitl, Sie überwintern mit ihrer Mannschaft auf einem Relegationsplatz. Überraschend oder unvermeidlich?

Ich habe ehrlich gesagt nicht damit gerechnet, bin im Sommer voller Hoffnung nach Wolfratshausen gekommen. Die Zusammenstellung der Mannschaft gibt eigentlich mehr her. Es war bitter, wie es zunächst angefangen hat. Aber wir sind in Reichweite. Der Zwischenspurt zuletzt hat uns gut getan. Allerdings muss man so ein Spiel wie gegen Sonthofen (3:3, Anm. d. Red.) gewinnen. Diese Punkte fehlen uns. Vielleicht war auch meine Erwartung an die jungen Spieler zu hoch.

-Der BCF fing sich die drittmeisten Gegentore. Kann man von einem Abwehrproblem sprechen?

Es waren viele Abwehrfehler dabei. Vieles hat nicht gepasst, vor allem die ständige Wechslerei im Zentrum. So bekommt man keine Stabilität rein. Die rechte Seite mit Attila Arkadas war in Ordnung. Links hatten wir dafür fast keinen Zugriff. Leider ließ sich Thomas Edlböck nicht überreden, von Buchbach nach Wolfratshausen zu kommen. Ich hoffe, das Korbinian Gillich nach der Pause wieder soweit fit ist, um mitzuhelfen. Man muss zudem sagen, dass Mittelfeld und Sturm anfangs nicht so mitgearbeitet haben. Da fehlte es teilweise an der Kondition, bedingt durch vorangegangene Verletzungen.

-Sie selbst trugen sich zwischendurch mit Rücktrittsgedanken. Der Abteilungsleitung wollte aber davon nichts wissen.

Meine Überlegungen hatten mit den Ergebnissen zu tun. Wir hatten einige Spiele kaum gepunktet. Da spricht man natürlich mit dem Verein. Als Trainer bist du immer der Erste, der gehen muss. Ich hätte damit kein Problem gehabt.

(Das komplette Interview lesen Sie in der Mittwochsausgabe von Isar-Loisachbote/Geretsrieder Merkur)

Quelle: fussball-vorort.de

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