Magen-Darm-Virus wütet in Pipinsried

Jubelnde Pipinsrieder wollen die Fans des Fußball-Landesligisten aus dem Dachauer Hinterland in den kommenden acht Wochen noch häufiger erleben. Foto: hab

FC Pipinsried - „Das Flaggschiff FC Pipinsried hat Fahrt aufgenommen“ titelte die Heimatzeitung vor einem halben Jahr. Grund für den erleichterten Stoßseufzer war damals der 3:0-Sensationssieg des Landesligisten beim damaligen Tabellenführer SB DJK Rosenheim.

Doch die Hoffnung der gesamten Dachauer Fußballflotte, ihr Flaggschiff werde nach dem Coup von Rosenheim noch vor der Winterpause in ruhigeres Fahrwasser gelangen, erfüllte sich damals nicht. Rosenheim dampft weiter vorne weg - und die FCP-Barkasse dümpelt mit weitem Abstand hinterher.

Doch in den ersten Wochen der Frühjahrsrunde haben die FCP-Kicker offenbar wieder Blut geleckt. Der 4:1-Sieg über Eichstätt und das 1:1 beim Topteam TSV Kottern haben in Pipinsried Begehrlichkeiten geweckt. Man ist zuversichtlich, auch heuer den Abstieg in die Bezirksoberliga verhindern zu können.

Allerdings schaut es vor dem Heimspiel gegen den SB DJK Rosenheim (Sonntag, 17 Uhr/FCP-Arena) bei den Pipinsriedern in personeller Hinsicht nicht gut aus. Am Dienstag fehlten mit Steiner, Horky, Hanusch, Adrianowytsch, Leidenberger und Finkenzeller gleich sechs FCP-Spieler wegen einer Magen-Darm-Grippe. Und Spielertrainer Robert Baumgärtner, der extra wegen der Übungseinheit vom Lehrgang aus Nürnberg nach Pipinsried gedüst war, zog sich bei einer Attacke seines Mitspielers Sebastian Hüttner eine Bänderverletzung am Sprunggelenk zu. „Ich hab’s selbst nicht gesehen“, erzählt FCP-Boss Konrad Höß, „aber man hat mir erzählt, dass Hüttner bei seinem Tackling weit übers Ziel hinausgeschossen ist.“ Und dann wettert Höß los wie Hoeneß: „Das ist doch hirnverbrannt, dass wir uns jetzt schon selbst dezimieren. Kaum habe ich Hüttner für seine tolle Leistung in Kottern gelobt, da leistet er sich so eine völlig überzogene Aktion im Training.“ Und im besten Van-Gaal-Deutsch fügt er kopfschüttelnd: „Unglaublich, unglaublich!“

Dem kommenden Gast traut der Pipinsrieder Präsident übrigens den ganz großen Wurf, sprich: den Aufstieg, durchaus zu: „Der SB DJK will seinem großen Bruder TSV 1860 Rosenheim unbedingt noch in diesem Jahr in die Bayernliga folgen, um dann in den kommenden Saison vor tausenden Zuschauern zwei tolle Derbys bestreiten zu können.“

Er trifft, und trifft und trifft... Nein, die Rede ist diesmal nicht vom Rosenheimer Chef-Torjäger Onur Kaya, der zusammen mit dem Eichstätter Markus Hörmann die Torjägerparade der Landesliga mit jeweils 18 Treffern anführt. Gemeint ist Matthias Poschauko, der mit seinen vier Treffern nach der Winterpause dafür gesorgt hat, dass der SB DJK Rosenheim zehn Spieltage vor Schluss noch vom Titelgewinn in der Gruppe Süd träumen darf. Beim 4:0 gegen Wolfratshausen erzielte er drei der vier Rosenheimer Tore, und am vergangenen Wochenende bescherte sein Treffer dem Sportbund einen 1:0-Heimsieg über den TSV Schwabmünchen.

Obwohl der Erfolg über den Tabellenelften knapp ausgefallen ist, so stellten die Rosenheimer doch auch in diesem Match ihre gute Form unter Beweis. Trainer Walter Werner meinte nach dem 1:0 jedenfalls zufrieden: „Meine Mannschaft hat gezeigt, dass sie derzeit sehr gut drauf ist.“ (ge)

Quelle: fussball-vorort.de

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