Haching-Trainer Claus Schromm im Interview

„Man braucht auch eine gewisse Ruhe“

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SpVgg-Coach Claus Schromm.

SpVgg Unterhaching - Die Mannen von Claus Schromm und Manuel Baum spielen aktuell eine starke Runde in der Dritten Bundesliga. Robert M. Frank sprach mit Claus Schromm - einem der Väter des Erfolges.

-Herr Schromm, hat sich der Gegner mittlerweile erfolgreich auf Haching eingestellt?

Was unsere Offensive anbelangt, sind wir bis auf den letzten Ball schon oft in die Räume gut reingekommen. In der ersten Halbzeit haben wir die Verantwortung dann zu oft abgegeben anstatt abzuschließen. Aber es wurde dann ja auch besser. Sicherlich werden wir vom Gegner wahrgenommen. Nicht nur von der Liga, sondern auch von der Öffentlichkeit. Der Gegner versucht, tief zu stehen und mit seinen Mitteln zu agieren.

-Warum hat Haching erstmals in den Schlussminuten Punkte verloren?

Weil wir zwei Matchbälle haben, davon einen Elfmeter, und diese nicht nutzen. Hätten wir sie genutzt, dann wäre das Ding auch gegessen gewesen. Da hilft es aber jetzt nicht, dem Einzelnen einen Vorwurf zu machen. Bei den Toren, die wir nicht gemacht haben und bei denjenigen, die wir kassiert haben, war jeder ein bisschen beteiligt. Ich denke aber, dass es insgesamt wieder die richtige Richtung war.

-Wie lässt sich der Bruch im Spiel gegen Erfurt erklären?

Mit der Problematik der zweiten Bälle haben wir Schwierigkeiten bekommen und sind nicht mehr in Ballbesitz gekommen. Der Gegner hat das aber auch gut gemacht. Die Spieler sollten sich auf so ein gegnerisches Verhalten dann schneller drauf einstellen. Da muss man im Vorfeld auf der einen oder anderen Position besser stehen und den Ball früher antizipieren. Es gab ja viele lange Bälle der Erfurter und es ist ein klares Muster erkennbar gewesen. Das müssen die Spieler auch lesen. Dafür braucht man auch eine gewisse Ruhe, sich um so etwas zu kümmern. Das ist ein Prozess. Unsere Spieler sind da noch zu sehr mit sich selbst beschäftigt und haben noch nicht die Größe, von oben drauf zu schauen und darauf zu reagieren.

Das Gespräch führte Robert M. Frank

Quelle: fussball-vorort.de

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