Oskar Kretzinger verstärkt BCF-Mittelfeld

Oskar Kretzinger Der gebürtige Schwabe kickte schon in den USA.red

Wolfratshausen - Wolfratshausen bekommt einen Schwaben aus Amerika. So in etwa könnte ein Abriss des jüngsten BCF-Neuzugangs ausfallen. Oskar Kretzinger soll mithelfen, die vom Kurs abgekommenen Farcheter in ruhiges Fahrwasser zu geleiten.

Kretzinger spielte beim SSV Ulm in der A-Junioren-Bundesliga und schnupperte bereits im zarten Alter von 17 Jahren Landesligaluft mit dem SC Bubesheim. Der momentane Bezirksoberligist ist der Heimatverein des 24-Jährigen und bislang stets die erste Anlaufstelle gewesen. „Es war dort immer eine schöne Sache, zuletzt war ich sogar Kapitän“, verrät der BCF-Neuzugang. Nun sei er - Kretzinger studiert Sportwissenschaften in München - die Pendelei leid. Die Entscheidung für Wolfratshausen begründet der Schwabe mit dem guten Ruf Andi Brunners als Fußballtrainer, den Informationen, die er von seinem Kommilitonen Marc Michels erhalten hat und letzten Endes mit den positiven Gesprächen mit Franz Sedunko, dem stellvertretenden Abteilungsleiter des BCF.

Kretzinger besitzt mit 1,93 Meter Körpergröße eigentlich Gardemaß für einen Innenverteidiger. Doch er sieht sich selbst lieber als „echten Sechser mit Offensivdrang“. Er könne zwar auch Verteidiger spielen, „ich mag es aber nicht sonderlich“. Sedunko glaubt indes, mit Kretzinger und Rückkehrer Ludwig Huber sei der BCF im zentralen Mittelfeld gut besetzt: „Wir können jetzt wieder mit breiter Brust auflaufen.“

Den Vergleich mit BCF-Ikone Karl Murböck scheut Kretzinger nicht, schränkt aber etwas ein: „Ganz so robust wie der Karl bin ich nicht, wobei ich mich schon gerne in die Zweikämpfe reinhaue.“ Was nicht heißt, dass der Neue nicht auch technisch einiges zu bieten hat.

Wie lange das Gastspiel des 24-Jährigen im Nordlandkreis andauern wird, ist offen. Im September endet sein Studium. Kretzinger würde später gerne als Verbandstrainer arbeiten, weswegen er sich neben München und Berlin auch für die Sporthochschule in Köln beworben hat. Denkbar ist allerdings auch ein mehrjähriger Aufenthalt in den USA. Erste Eindrücke in Übersee hat er bereits gewonnen: Im Zuge eines Auslandspraktikums volontierte Kretzinger an der Universität in Dayton/Ohio. Nicht ohne ein Faible für den dortigen „college soccer“ zu entwickeln. „Es ist alles professionell organisert, man fliegt zu den Auswärtsspielen und bekommt eine gute taktische Schulung.“ Kretzinger findet sogar, dass in Deutschland höherklassige Amateurteams in Sachen „Athletik und Fitness einiges von dort lernen können“. Die Entscheidung Profifußball oder anderer Berufsweg, wie sie in den USA mit 24 Jahren ansteht, braucht Kretzinger freilich nicht zu kümmern. Er bleibt dem Fußball in jedem Fall erhalten.

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Quelle: fussball-vorort.de

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