1. kreisbote-de
  2. Sport
  3. Amateure

Marke Unterhaching sucht edlen Spender

Erstellt: Aktualisiert:

Kommentare

null
Auf einem schwankenden Boot: Haching-Trainer Klaus Augenthaler will dennoch an Bord bleiben. Foto: Ulmer

München - Sportlich und finanziell hängt die Spielvereinigung also in den Seilen. Finanzchef Walter Leidecker arbeitet gerade am Lizenzantrag für die neue Saison. Unterhaching ist auf der Suche nach einem edlen Spender.

Vor einem Jahr musste Ralph Hasenhüttl als Trainer bei der SpVgg Unterhaching gehen. Unter der Regie des Österreichers, der inzwischen beim Ligakonkurrenten VfR Aalen beschäftigt ist, hielten die Rotblauen sogar Kontakt zur Spitze in der 3. Liga. Aktuell ist man nur noch vier Punkte vom einem Abstiegsplatz entfernt, und schon steht Trainer Klaus Augenthaler, zumindest beim verantwortlichen Sportdirektor Francisco Copado, in der Kritik.

Die Spieler können die verbale Demontage ihres Chefs nicht verstehen. „Zwischen dem Trainer und der Mannschaft gibt es eine hervorragende Kommunikation, er stellt uns immer bestens auf die jeweiligen Gegner ein, jetzt sind wir Spieler gefragt, den Bock umzustoßen, denn die Lage ist sehr ernst“, sagt Kapitän Torben Hoffmann vor der Heimspiel gegen Hansa Rostock (Samstag, 14 Uhr).

 „Wir liegen derzeit am Boden"

„Natürlich ist Hansa Favorit, aber in den Heimspielen sind wir stärker, wir werden nach den letzten Niederlagen eine Reaktion zeigen“, kündigt Hoffmann an. Die Pfeile des Sportdirektors in Richtung Trainer will der Ex-Löwe nicht kommentieren: „Das interessiert mich nicht, wir müssen auf dem Spielfeld die Antwort geben.“

In der Vorrunde gab es für die Hachinger an der Ostsee eine 2:7-Klatsche. Rostock ist mit 26 Auswärts-Punkten momentan Ligaspitze und voll im Wiederaufstiegs-Rennen. „Es traut uns keiner etwas zu, das ist unsere Chance“, sagt Augenthaler, der ansonsten, was die Mängel seines Teams angeht, Klartext redet: „Wir haben nach der Winterpause in sechs Spielen nur drei Tore erzielt, da liegt das Problem.“ Der Weltmeister gibt sich kämpferisch: „Wir liegen derzeit am Boden, aber der Deckel ist noch nicht drauf, ich werde das schwankende Boot nicht verlassen.“

Über seine Zukunft macht sich Augenthaler noch keine Gedanken: „Wir können nicht planen, keiner weiß, wie es weitergeht. Findet sich kein Sponsor, dann muss der Etat drastisch gekürzt werden. Deshalb beschäftige ich mich nur mit dieser Saison, wir brauchen dringend Punkte, nur dies zählt.“

Sportlich und finanziell hängt die Spielvereinigung also in den Seilen. Finanzchef Walter Leidecker arbeitet gerade am Lizenzantrag für die neue Saison. Da sich der bisherige Hauptsponsor (Generali zahlte eine Million Euro pro Saison) zurückziehen wird, brennt es lichterloh, denn noch konnte kein neuer Geldgeber gefunden werden. „Ich hoffe, wir können bis spätestens 1.Juni einen neuen Trikotsponsor präsentieren“, meint Leidecker. Sollte der „edle Spender“ nicht gefunden werden, dann droht sogar der Gang in die Bayernliga. „Ich hoffe, wir schaffen den Klassenerhalt, denn die Regionalliga wäre noch schwerer zu finanzieren“, sagt der Finanzchef. Auch Augenthaler glaubt nicht an den schlimmsten Fall: „Die Marke Unterhaching ist immer noch hoch im Kurs“.

von Klaus Kirschner

Auch interessant

Kommentare