Pullach feiert 1:0-Derbysieg

Maxi Schuster sorgt für Pullacher Derbysieg

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Jawoll, geschafft: So richtig scheint es Maxi Schuster aber noch gar nicht fassen zu können, dass er in der 61. Minute des Landesliga- Lokalderbys in die Maschen getroffen hatte – der erste Jubel des Stürmers vom SV Pullach fiel etwas verhalte

SV Pullach - Das Duell wurde den Vorschusslorbeeren gerecht: Beide Trainer hatten eine attraktive Begegnung vorausgesagt und durften sich nach dem Schlusspfiff in ihrer Prognose bestätigt fühlen.

von Umberto Savignano

„Es war ein pfiffiges Spiel, in dem es rauf und runter ging“, meinte der Pullacher Trainer Carsten Teschke, und sein Deisenhofner Kollege Dieter Meixelsberger pflichtete ihm bei: „Es war ein offenes, richtig gutes Spiel mit zwei wirklich guten Mannschaften.“

Maximilian Schuster im Duell mit Ex-Profi Roman Tyce.

So durften sich die 200 Zuschauer von Beginn an bestens unterhalten fühlen. Die Kontrahenten, die beide wegen Verletzungen noch kurzfristig umstellen mussten (beim SVP rutschte Christopher Meissner für Peter Beierkuhnlein ins Team, beim FCD Vitus Hörterer für Matthias Wallner), legten auf dem Deisenhofner Kunstrasen sofort tüchtig los. Markus Mayer (5.) und Stephan Eggerl (16.) vergaben erste Möglichkeiten für die Gastgeber, Pullach antwortete durch Maxi Schusters Volleyschuss ans Außennetz (18.) und Orhan Akkurts Versuch aus spitzem Winkel, den FCD-Keeper Markus Kresta glänzend parierte (35.). Kurz darauf scheiterte Eggerl an Raben-Schlussmann Cerruti Nsuka-Zola (37.). „Deisenhofen hat vor allem in der ersten Halbzeit viel investiert und wahnsinnig viel Laufarbeit geleistet. Da mussten wir schon richtig dagegenhalten“, zollte Teschke den Hausherren für ihre temporeiche Vorstellung Respekt.

Nach dem Wechsel kam dann der SVP besser aus den Startlöchern. Akkurt scheiterte erst nach einem Fehlpass von Maxi Mayer am hervorragend reagierenden Kresta (52.), dann köpfte er nach maßgerechter Meissner-Flanke haarscharf vorbei (58.). Schließlich krönte Maxi Schuster diese starke Pullacher Phase nach schönem Doppelpass mit Florian Pöpel mit dem Führungstreffer (61.).

Nun bäumte sich der FCD wieder auf. Michael Vodermeier versuchte ein Abspiel auf Leopold Baumgartner statt in bester Position selbst abzuziehen (70.), Martin Mayer überlupfte freistehend Nsuka-Zola, verfehlte aber auch das Gehäuse um Zentimeter (77.). Auf der anderen Seite hielt Kresta die Deisenhofner mit einer Klasse-Parade gegen Schusters Kopfball im Spiel (84.), doch der Ausgleich wollte den Gastgebern nicht mehr gelingen.

Teschke atmete nach dem Schlusspfiff erst einmal erleichtert durch: „Wir haben ja das Hinspiel schon knapp 3:2 gewonnen. Heute hätte es wieder 3:2 ausgehen können oder gar 4:3. Und am Ende hätte es so auch für Deisenhofen stehen können“, räumte der SVP-Coach ein, dass ein hartes Stück Arbeit hinter seiner Mannschaft lag. „Es war kein unverdienter Sieg, aber die Deisenhofner hätten eigentlich auch einen Punkt verdient. Und wenn sie in Führung gehen, können sie auch gewinnen. Es war jedenfalls der erwartet schwere Gegner, der schwerste bisher nach der Winterpause.“

Ein großes Kompliment, hatte Pullach doch erst vor drei Wochen Liga-Primus VfR Garching mit 3:0 besiegt. Entsprechend zeigte sich Meixelsberger mit dem Auftritt seines Teams zufrieden: „Wir hatten unsere Chancen, ein Unentschieden wäre schon drin gewesen.“ Doch Deisenhofens Trainer erwies sich auch als aufrichtiger und guter Verlierer: „Vielleicht sind uns die Pullacher noch einen Tick voraus. In der einen oder anderen Phase hat man schon gemerkt, dass sie etwas routinierter und abgeklärter sind. Ihr Sieg ist nicht unverdient.“

Quelle: fussball-vorort.de

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