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Mit mehr Leidenschaft zurück in die Spur

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Kampf um die Startplätze: Sebastian Paul (2.v.l.) könnte gegen den Tabellenführer eine Chance in der Innenverteidigung bekommen, wenn Daniel Steinacher (l.) ein Denkpause bekommt. foto: Dieter michalek (Archiv)

SV Heimstetten - Aufstieg in die Regionalliga oder nicht? Die Frage ist für den Bayernligisten SV Heimstetten im Heimspiel heute Abend gegen den Tabellenführer TSV 1860 Rosenheim nicht relevant.

Es geht dem Vernehmen nach um Bedeutsameres: Steht ein echtes Team auf dem Feld oder nur ein Haufen von selbstgefälligen Individualisten?

Den direkten Aufstieg haben Trainer Rainer Elfinger und Funktionäre nach den beiden verheerenden Niederlagen in Bamberg und Würzburg zumindest offiziell abgehakt. Und dennoch ist die Begegnung mit dem unglaublich konstant auftretenden Branchenführer Rosenheim immens wichtig.

Die Vertragsverlängerung mit Trainer Rainer Elfinger steht noch aus. Sollte seine Truppe am heutigen Freitag erneut so uninspiriert auftreten wie zuletzt im Frankenland dürfte Elfinger Zweifel an der Sinnhaftigkeit einer weiteren Zusammenarbeit hegen. Und der Verein dürfte ins Grübeln kommen, ob dem Kader in der nächsten Saison nicht eine rigorose Runderneuerung gut tun würde. „Ich will heute Leidenschaft sehen“, sagt Elfinger vor der Partie. Das reiche ihm zunächst, das Ergebnis gegen den Riesen Rosenheim sei zweitrangig. „Wichtig ist, dass wir wieder in die Spur kommen“, fügt Elfinger an.

Der Wunsch ist nur allzu verständlich, vier Spiele in Folge hat seine Elf nun nichts Zählbares mehr verbucht. In seiner Wut über die 0:4-Klatsche in Würzburg hatte der Trainer angekündigt, vielleicht „einige Baustellen aufmachen“, also einige vermeintlich gesetzte Kicker eine Denkpause verpassen zu wollen. Konkret wurde er ein paar Tage danach noch immer nicht, doch einen der beiden Innenverteidiger, Quirin Löppert oder Daniel Steinacher, wird es wohl treffen. Speziell mit ihrer Leistung war Elfinger nicht zufrieden.

Für den Wechsel gibt es eigentlich nur zwei Optionen: Raphael Mayer könnte von außen nach innen, oder aber Sebastian Paul von der Bank in die Startformation rutschen. So richtig wichtig sind die Namen für den Coach aber auch nicht. Wer auf dem Feld steht, muss sich für den Verein zerreißen. „Dann muss man uns auch erst einmal schlagen“, sagt Elfinger. Den anderen Fall skizziert er aber auch: „Wenn wir nicht engagiert auftreten und in der Defensive wieder geistige Löcher fabrizieren, dann kannst du gegen diesen Gegner auch zweistellig verlieren.“

Voraussichtliche Aufstellung:

Lehner, Mayer, Löppert, Paul, Toy, Oretan, C. Schmitt, Moll, Heigermoser, D. Schmitt, Simari.

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