Staudigl im Interview:

"Mein Vater hat  gegen Buchbach noch in der B-Klasse gespielt"

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Staudigl: Ich erwarte ein sportlich sehr interessantes Jahr.

TSV Buchbach - Die Stadionzeitschrift des TSV Buchbach. die Rot-Weisse, startet zur Saison 2012/13 die Interview-Serie „Die Neuen“. Erster Interview-Partner ist Mario Staudigl. Im Interview spricht „Staudi“ über seine Situation beim TSV, seine Ziele und die neue Regionalliga Bayern.

Der 21-jährige wechselte von der U23 des FC Ingolstadt 04 zum TSV Buchbach und absolvierte für die zweite Mannschaft des FCI in der letztjährigen Regionalliga Süd 15 Einsätze; vier davon von Anfang an.

Jetzt möchte der Angreifer beim TSV Buchbach in der Regionalliga Bayern richtig Fuß fassen und auch einige Treffer zum Erfolg der „Hadauberer“ beisteuern. Die langen Fahrten des in Emmering bei Wasserburg wohnhaften Angreifers sowie die wechselnden Einsatzzeiten bei den „Schanzern“ ließen ihn nach einer neuen Herausforderung suchen, die die neue Nummer 23 des TSV in Buchbach fand.

In der Rot-Weissen zum Spiel TSV Buchbach gegen den TSV 1860 München II spricht „Staudi“ über seine Situation beim TSV, seine Ziele und die neue Regionalliga Bayern.

Hallo Mario, in deiner Jugend hast du bei der SpVgg Unterhaching gespielt und bist dann zum FC Ingolstadt 04. Nach deiner Zeit bei den Audi-Städtern bist du nun in Buchbach gelandet. Wie gefällt es dir hier beim TSV Buchbach?

Ich muss sagen, dass ich mich nach dieser kurzen Zeit schon sehr wohl und heimisch fühle, denn die große Buchbacher Familie hat es mir nicht schwer gemacht mich hier einzuleben. Es war nach den ersten beiden Wochen schon fast so als ob ich schon 2 Jahren für die Rot-Weißen kicken würde (lacht). Das gesamte Umfeld und vor allem auch die zahlreichen Fans unterstützen das ganze Team fabelhaft und es macht richtig Spaß hier in Buchbach Fußball zu spielen!

Beim FC Ingolstadt 04 hast du mindestens einmal pro Tag trainiert und konntest unter besten Bedingungen trainieren. Beim TSV Buchbach wirst du, ausgenommen in der Vorbereitung, nicht mehr jeden Tag trainieren. Ist das eine große Umstellung für dich?

Natürlich wird das eine gewisse Umstellung für mich sein, ich denke aber dass man sich mit einer guten Eigendisziplin trotzdem sehr gut weiterentwickeln kann. Man darf nicht vergessen, dass manche Trainingseinheiten beim Profiklub teils nur eine Stunde gedauert haben und man im Wesentlichen nur 3 Tage pro Woche trainierte.

Montagstraining diente rein zur Regeneration vom Wochenende und im Freitagstraining wurden meist nur noch Standardsituationen geübt und Spannung für das Meisterschaftsspiel aufgebaut. Die neue Regionalliga-Bayern beinhaltet sowieso viel mehr Wochenspieltage, das heißt es folgt eine englische Woche auf die nächste und wir Spieler werden dann froh sein dass wir etwas weniger trainieren. Ansonsten ändert sich am Trainingsinhalt nicht viel, man trainiert hier in Buchbach unter genauso professionellen Umständen wie woanders.

In der Vorbereitung konntest du schon ein paar Testspiele mit dem TSV Buchbach absolvieren und standest auch in den meisten Spielen in der Anfangsformation. Wie verstehst du dich mit deinen Mitspielern außerhalb des Platzes und wie gut konntest du dich bereits an die Abläufe und Laufwege im Team gewöhnen?

Die neue Nummer 23 des TSV Buchbach: Mario Staudigl.

Ich habe zu allen meinen neuen Mitspielern ein gutes Verhältnis. Hier durfte ich bisher nur nette Leute kennenlernen (Wasserburger-Fahrgemeinschaft for life). Es ist aber auch ganz normal, dass man mit einigen Spieler mehr Zeit privat verbringt als mit manch anderen. Ein paar Spieler wie Aleksandro Petrovic kannte ich ja schon vorher aus meinem Freundeskreis. Das hat es mir natürlich auch noch leichter gemacht mich hier zu integrieren. An die Abläufe und Laufwege habe ich mich schon recht gut gewöhnt. Im Endeffekt ändert sich ja nicht viel, weil die grundlegenden Laufwege eines Offensivspielers bei jedem Verein gleich sind. Es ist eher umgekehrt, dass sich die Mitspieler an meine Laufwege gewöhnen müssen (grinst). Ich denke aber unsere bisherigen Ergebnisse, vor allem das gegen Jahn Regensburg, spiegeln wieder, dass sich hier in Buchbach eine schlagkräftige Truppe zusammengefunden hat!

In den Testspielen durftest du auch gegen höherklassige Mannschaften wie Wacker Burghausen, Jahn Regensburg und Alania Wladikawkas aus der russischen ersten Liga spielen. Wie war es für dich gegen solche namhaften Gegner zu spielen?

Es hat Spaß gemacht sich mit höherklassigen Mannschaften zu messen. Man spielt ja nicht alle Tage gegen Bundesligisten oder Europacupteilnehmer. Durch solche Testspiele kann man sich optimal weiterentwickeln, weil man an seine spielerischen Grenzen gehen kann und sie dadurch erweitert.

Gleichzeitig bereitet man sich optimal auf die Meisterschaftsspiele vor, da in der Regionalliga auch viele spielstarke Mannschaften auf uns warten. Letztlich sind wir Spieler aber jetzt alle froh, dass die Vorbereitung vorbei ist und endlich der lang ersehnte Saisonstart vor der Tür steht.

Gleich im ersten Testspiel gegen den SV Kirchanschöring hast du für den TSV Buchbach zum zwischenzeitlichen 2:0 getroffen. Hast du dir eine bestimmt Anzahl an Toren in der Regionalliga Bayern gesetzt?

Prinzipiell hab ich mir keine Anzahl gesetzt. Ich möchte aber natürlich so oft treffen wie es geht, damit die Mannschaft alle Ziele erreichen kann die sie sich gesteckt hat. Wenn ich natürlich am Ende der Saison die Torjägerliste betrachten kann und 15 Tore gemacht hätte, würde ich auch nicht traurig sein (grinst).

Die neue Nummer 23 des TSV Buchbach: Mario Staudigl.

Das kleine Dorf Buchbach spielt jetzt in der vierthöchsten Liga; der Regionalliga Bayern. Schon außergewöhnlich oder nicht? Wie siehst du das?

Natürlich ist das sensationell! Wenn mein Vater mir berichtet, dass er vor 20 Jahren noch gegen Buchbach in der B-Klasse gespielt hat, dann ist der Durchmarsch, den der TSV Buchbach hingelegt hat, mehr als beachtlich.

Andere Vereine die einen weit aus höheren Etat haben können davon nur träumen. Wenn man nun selber Teil dieser Geschichte ist, fängt man an zu verstehen, wie dieser Verein soweit kommen konnte. Großes Kompliment an alle die dazu beigetragen haben; an die Mannschaft und vor allem auch an unsere unglaublichen Fans!

Du durftest letztes Jahr schon in der vierten Liga spielen und konntest dort in der Regionalliga Süd ein bisschen Profiluft schnuppern. Was bedeutet dir hingegen die Regionalliga Bayern mit dem TSV Buchbach?

Ich erwarte ein sportlich sehr interessantes Jahr. Durch die zweiten Mannschaften der Bundesligisten und die vielen spannenden Derbys, ist die Liga genauso interessant geblieben, wie die frühere Regionalliga Süd. Für den Verein und unsere Spieler wird ist es eine optimale Plattform sein um sich zu präsentieren.

Der TSV hat in der Regionalliga Bayern attraktive aber auch sehr starke Gegner. Unter anderem spielt man gegen Reservemannschaften von Profiklubs. Zum Saisonauftakt wartet heute die U21 des TSV 1860 München. Welches Ziel setzt du dir mit dem TSV Buchbach in dieser Saison?

Ich denke wir sollten uns vor allem auf den Klassenerhalt konzentrieren. Wenn wir den Klassenerhalt frühzeitig sichern könnten und im gesicherten Mittelfeld landen würden wäre das ein toller Erfolg.

Darauf könnte man dann Aufbauen. Persönlich will ich in Buchbach sportlich den nächsten Schritt gehen, mich durch gute Spiele und mehr Einsatzzeiten weiterentwickeln und natürlich auf Torejagd gehen. Heute wäre alles andere als ein Heimsieg gegen die Löwen eine Enttäuschung!

Interview: Die Rot-Weiße

Quelle: fussball-vorort.de

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