Memmingen: Am Ende (fast) nur lobende Worte

+
Zeigte gegen Bayerns Sene eine klasse Partie und war beim Ausgleich ohne Schuld: FCM-Kapitän Harry Holzapfel.

FC Memmingen - Armin Buchmann reckte beide Daumen hoch, als der Fußballabend am Freitag zwischen dem FCM und dem FC Bayern München II gelaufen war. Der Vorsitzende war höchst zufrieden, auch wenn beim 1:1 ein durchaus möglicher Sieg verpasst wurde.

Über 3.500 Zuschauer waren trotz der Kälte gekommen und sorgten für eine Saisonrekordkulisse. Vorweihnachtlich klingelte die Vereinskasse.

Sportlich hätte es aus Memminger Sicht eine noch schönere Bescherung sein können. Für DFB-Spielleiter Heinz-Leopold Schneider, eigens aus Bochum angereist, ging das Unentschieden in Ordnung: „Die Zuschauer haben ein gutes Spiel gesehen“. Lobend äußerte sich der hochrangige Verbandfunktionär über „die hohe Kampfbereitschaft und die außerordentliche läuferische Leistung“ der Memminger – als Gegenpart zur technischen Überlegenheit der „kleinen Bayern“. Die „Nummer sieben hat Schneider auch „gut gefallen“. Nicht nur wegen des Tores. Mario Schmidt hatte für den Memminger Ausgleich gesorgt.

Bayern-Trainer Andries Jonker, der das Spiel ganz und gar nicht – wie im Vorfeld geschrieben - als ein „Duell der Enttäuschten“ sah. Im Gegenteil. „Ich habe zwei begeisterte Mannschaften gesehen, die ein richtig gutes Spiel abgeliefert haben. Memmingen hat den Streit gesucht und gefunden“. Was Jonker mit sympathischem holländischen Akzent, aber nicht so gemeint hat, wie es vielleicht rüberkommt. Das Wort „Streit“ durch „Schlagabtausch“ ersetzt, trifft die Sache wohl besser. Den lieferte sich Harry Holzapfel wie schon im Hinspiel mit Bayern-Stürmer Saer Sane. Der FCM-Kapitän hatten den dunkelhäutigen Franzosen voll im Griff – mit einer Ausnahme. Aber als Sene in der zehnten Minute zum Strafstoß anlief, konnte Holzapfel natürlich nicht eingreifen. Eine von mehreren Situationen, über die noch lange diskutiert wurde. Jonker hatte sich über diesen Elfmeterpfiff von Schiedsrichter Matthias Jöllenbeck (Freiburg) genauso überrascht gezeigt, wie über die einzige Gelbe Karte des Spiels für Dennis Chessa in der zweiten Halbzeit, als der Unparteiische auf Schwalbe entschied: „Da war ich überzeugt, das ist Elfmeter“. Den forderten auch die Memminger Zuschauer bei zwei Situationen für ihre Farben, als Candy Decker und Christoph Mangler nicht ganz astrein bekämpft wurden.

Drei Spiele waren es für den FCM in sieben Tage, deshalb war auch Trainer Esad Kahric schlussendlich mit dem einen Punkt zufrieden, zumal damit die Negativserie nach vier Niederlagen beendet wurde. Was den Coach noch positiver als die Ausbeute stimmte, war die gezeigte Leistung sowohl gegen Bayern II als auch schon beim vorangegangen, unglücklichen 0:1 in Fürth.

von Andreas Schales

Quelle: fussball-vorort.de

Auch interessant

Meistgelesen

Final-Duell der beiden Favoriten SC Fürstenfeldbruck und Wacker München
Final-Duell der beiden Favoriten SC Fürstenfeldbruck und Wacker München
Riglewski tippt Regionalliga: Favoriten sind Türkgücü, Schweinfurt und Burghausen 
Riglewski tippt Regionalliga: Favoriten sind Türkgücü, Schweinfurt und Burghausen 
Niebauer tippt Regionalliga: „Bayreuth nicht außer Acht lassen“
Niebauer tippt Regionalliga: „Bayreuth nicht außer Acht lassen“
Live-Ticker: Stars des Münchner Amateurfußballs vs. Haching
Live-Ticker: Stars des Münchner Amateurfußballs vs. Haching

Kommentare